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Rezensionen

Hier finden Sie alle Rezensionen zum Buch nach Erstellungsdatum sortiert.

4

Zum Buch:

Die 7-jährige Libby Day verliert durch ein Massaker fast ihre ganze Familie. Nur duch ein Zufall und Wunder bleiben ihr Bruder und sie selbst am Leben. Ihr Bruder Ben wird für schuldig befunden und landet im Gefängnis, doch nach 25 Jahren sind manche Menschen immer noch der Meinung, dass es Ben nicht gewesen war und Libby ist mit Schuldgefühlen geplagt und versucht, da sie Pleite ist, die Story nochmal aufzurollen um Geld zu bekommen und gerät damit in große Schwierigkeiten.......

Zur Autorin:

Gillian Flynn ist in Kansas City aufgewachsen. Sie war TV-Kritikerin und ist Journalistin. Ihr Debüt hatte sie mit: Cry Baby.

Meinung:

Das Buch ist so spannend und gut geschrieben, dass man zeitweise das Gefühl hatte, wie ein Mäuschen mit von Partei zu sein. Kein Buch für Zwischendurch. Man fiebert echt mit Libby mit und wünscht sich, dass sie bald Ruhe findet.

Fazit:

Ein echt gutes, spannendes Buch, für alle Thriller-Fans ein echtes Muss.

 

1

Ich freue mich immer, wenn es im häufigen Einheitsbrei aus Thrillern mal wieder einen gibt, der so richtig heraussticht. Das tut dieses Buch durchaus, nur für mich leider nicht im positiven Sinne. War ich bei der Leseprobe schon nicht allzu begeistert, aber durchaus neugierig, hat mich das Lesen des Buches doch sehr schnell in meiner ursprünglichen Meinung bestärkt. Der Hauptcharakter war mir von Anfang an unsympathisch, und das hat sich auch im Verlauf der Geschichte nicht großartig gelegt. Eigentlich gibt es in dieser Geschichte keinen einzigen Charakter, der einem sympathisch ist. Das mag Absicht gewesen sein, aber ob es unbedingt die Verkäufe ankurbelt, wage ich zu bezweifeln.

Was mich aber am meisten gestört hat, war das ständige "Einstreuen" irgendwelcher ekelerregender Begebenheiten. Da wird bis ins kleinste Detail beschrieben, wie sich jemand erbricht, beim Husten irgendwelchen Schleim ausspuckt oder dergleichen. Ich bin weiß Gott nicht zimperlich, und wenn es zur Handlung passt ist das auch okay. Aber darum muss man solche Dinge mit Sicherheit nicht alle zehn Seiten wiederholen. Man sollte bei diesem Buch tunlichst vermeiden, beim Lesen etwas zu essen.

Zudem ist mir mindestens ein Fall aufgefallen, wo ziemlich schlecht recherchiert wurde. Es ist nämlich von einer Floyd Rose Tremolo-Gitarre die Rede. So etwas existiert aber gar nicht, der Floyd Rose Tremolo ist ein Vibratosystem für alle Gitarren. Vielleicht hat das aber auch an der Übersetzung gelegen, auch die erschien mir nicht immer hundertprozentig. Da wird z. B. das Wort "thirtysomething" mit "paarunddreißig" oder Ähnlichem übersetzt. Da hätte man mit Sicherheit einen passenderen Begriff finden können.

Für mich ist dieses Buch eines der wenigen, die ich mit Sicherheit kein zweites Mal lesen werde. Was nicht an der Story liegt, die finde ich gar nicht mal uninteressant. Nur an der Umsetzung hapert es.

3

Dieses Buch gehört zu der Sorte, die man für sehr lange Zeit im Kopf behält. Es nimmt einen einfach mit.

Dabei ist das Buch stillistisch nicht sonderlich gut. Die ersten 100 Seiten muss man schon tapfer sein, um nicht aufzugeben. Zum Teil gibt es Wiederholungen, die sich Flynn schlicht hätte sparen können. Und manchmal fragt man sich, wieso sie überhaupt diesen Part erzählt. Auch die Protagonistin ist nicht gerade eine Sympathisantin.

Und doch ... Das Buch nimmt einen mit. Das Ende beinhaltet eine wunderbare Spannung und Wendung. Es ist anders. Und daher gut.

4

Eine tolle Story! Vor allem weil Libby nicht unbedingt die smyphatischste Protagonistin ist. Sie lässt das Buch recht düster und eintönig erscheinen, nichts desto trotz muss man unbedingt weiterlesen, denn der Roman ist überhaupt nicht eintönig!
Bei den Zeitsprüngen und bei den wechselnden Erzählern musste man aufpassen, dass man die auch mitbekommt, kein Buch, das man mal eben so nebenher liest.

Absolut lohnenswert, mal wieder ein wunderbar, düsterer Thriller!

4







Vor 25 Jahren hat Libby Day ihre ganze Familie verloren. In einer kalten Januarnacht wurden ihre geliebte Mutter und zwei Schwestern auf bestialische Weise zu Hause umgebracht. Libby, damals sieben Jahre alt, konnte dem Mörder entgehen. Gut versteckt hat sie die Schreie ihrer Mutter und ihrer Schwester Debby gehört, aber auch die Stimme ihres Bruders Ben konnte sie erkennen. Es gelang ihr aus dem Haus zu fliehen und sich im Schilf am nahe liegenden Teich zu verstecken.

Ihre Zeugenaussage hat Ben schwer belastet und er wurde zur lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Libby wurde zuerst in der bei weiteren Verwandten untergebracht, später lebte sie auf Kosten der Leute, die Mitleid mit ihr und ihrer ermordeten Familie hatten. Nun aber wurde das ganze Spendengeld aufgebracht und Libby Day muss selber für ihren Unterhalt und ihre Zukunft sorgen. Und das bereitet ihr große Probleme, weil sie immer noch nicht mit ihrer Vergangenheit abgeschlossen hat. Sie denkt sehr oft über die plötzlichen Todesfälle nach, ihre Tagträume über Selbstmord nennt sie ihr Hobby,  verspottet in Gedanken ihre Wohltäter, bezeichnet sich selbst als fies, mürrisch und labil.

Aber eines Tages meldet sich bei ihr Lyle, ein Mitglied des Killer Clubs und bittet ihr einen gut bezahlten Job: Libby muss sich ihrer Vergangenheit stellen und die Ereignisse der schrecklichen Nacht von damals aufklären.

„Finstere Orte“ ist ein sehr interessantes Buch über dramatischen Ereignisse, die das Leben eines Mädchens für immer gekennzeichnet haben. Aber auch das Leben der anderen Protagonisten der Geschichte ist in der verhängnisvollen Nacht  vollkommen aus der Bahn geraten. Einfühlsam und verständnisvoll beschreibt die Autorin das damals Geschehene und die jetzigen Ereignisse. Der Schreibstill ist flüssig und verständlich, die Geschichte selbst außergewöhnlich und bewegend, für meinen Geschmack jedoch ein bisschen zu langatmig und zu  ausführlich. Ich hätte mir von einem Thriller mehr Spannung und Gänsehautgefühl gewünscht.

Lesenswert ist das Buch auf jeden Fall. 

bt

Die Leseprobe hat mich sehr begeistert, und ich wollte das Buch unbedingt lesen.
Leider hat mich das Buch als Ganzes dann doch nicht so wirklich überzeugen können.

Der Plot schien mir sehr interessant, da mich dieses klassische “vielleicht war damals alles ganz anders“-Schema immer wieder aufs Neue fasziniert:  Libby Day war 7 Jahre alt, als ihre Mutter und ihre beiden älteren Schwestern in ihrem Farmhaus grausam ermordet wurden. Libby selbst und der 15jährige Bruder Ben waren die einzigen Überlebenden, und aufgrund von Libbys Aussage wurde Ben als offenbnar einzig infrage kommender Mörder zu lebenslanger Haft verurteilt.

Dies ist nun 25 Jahr her, und Libby berichtet aus ihrer Sicht, wie sie diese Jahre verbracht hat: Als “Schmarotzerin”, die als Kind herumgereicht wurde vonVerwandten zu Pflegefamilien und wieder retour. Die sich nie um eine Ausbildung gekümmert hat und nie das Bedürfnis hatte, auf eigenen Füßen zu stehen, sondern 25 Jahre lang von dem Geld gelebt hat, das durch Spenden für das bedauernswerte “Baby Day” zusammengekommen ist. Dieses Geld ist nun aufgebraucht, da Libby selbst nie gearbeitet oder sonstwie Geld verdient hat, und so braucht sie eine neue Einnahmequelle. Da kommt es ihr gerade recht, dass ein Vertreter des skurril anmutenden “Kill Clubs” an sie heran tritt mit der Bitte, sich gegen Bezahlung in diesem Club zu engagieren. Der Kill Club, das sind Menschen, die sich für (ungelöste) Verbrechen interessieren (für mich übrigens sehr nachvollziehbar…) und dabei soweit gehen, “Souvenirs” zu sammeln. Libby wird dafür bezahlt, auf einem Clubtreffen zu erscheinen, man kauft ihr harmlose Briefchen ihrer Schwestern ab und bittet sie schließlich, sich mit ihrem im Gefängnis einsitzenden Bruder Ben in Verbindung zu setzen, den man für unschuldig hält und geradezu kultartig verehrt – alles gegen Bares.
Libby hat zwar wenig Lust auf all dies, braucht aber Geld und willigt schließlich ein. Diese Idee fand ich nicht schlecht, es ist eine recht ungewöhnliche Art und Weise, einen lange zurückliegenden “Fall” wieder aufzunehmen.

Libby selbst zeichnet ein sehr negatives Bild von sich, sie beschreibt sich selbst als “mürrisch und labil”, sie sei “keine liebenswerte Erwachsene” und auch nie ein liebenswertes Kind gewesen, und in ihrem Inneren hause “eine Fiesheit, so real wie ein Organ”. Das sind die ersten Sätze dieses Buches, und man denkt nur “Uff…” Gerade diese durchweg negative Darstellung ihrer selbst hat mich so neugierig gemacht auf Libby. Ich wollte wissen, ob sie wirklich so ist. Die Fiesheit manifestiert sich vor allen in kleineren Boshaftigkeiten wie notorischen Kleindiebstählen aus reiner Gewohnheit und in einer gewissen Unhöflichkeit gegenbüber allem und jedem. Manchmal lugt so etwas wie ein “gutes Herz” hervor, etwas wie Mitmenschlichkeit. Insgesamt fand ich Libby nicht wirklich fies oder böse, sondern einfach nur launisch, gelangweilt, antriebslos. Das alles macht sie unsympathischer, als jede Fiesheit es hätte machen können.
Dennoch irgendwie mutig von Flynn, eine derart miesepetrige und unsympathische Protagonistin ins Rennen zu schicken.

Die Erzählperspektive wechselt pro Kapitel: Teilweise berichtet Libby aus ihrer eigenen Sicht, teilweise wird in der Er-Form aus Bens und Pattys Sicht (die Mutter) berichtet. Das ist zwar interessant, aber vor allem wahnsinnig anstrengend! Vor allem weil jeweils ein Zeitsprung von 25 Jahren vollzogen wird: Libby berichtet im “Jetzt”, Ben und Patty dagegen aus dem jahr 1985. Mich hat das so durcheinander gebracht, dass ich ernsthaft manchmal überlegt habe, was wohl aus den beiden Schwestern geworden ist – bis mir dann einfiel, dass in Libbs Gegenwart diese Schwestern gar nicht mehr leben. Ich fand es sehr schwer, mich gedanklich pro Kapitel zeitlich neu zu sortieren (und die Kapitel sind teilweise recht kurz!).

Der Fall selbst entwickelt sich zunächst auf nicht uninteressante Art und Weise. Der Kill Club hat einiges zusammengetragen, was klärungsbedürftig ist, und so sucht Libby gegen Bares bereitwillig ihren Bruder und auch ihren abgehalfterten Vater auf, der die Familie damals jedoch schon verlassen hatte. Schließlich kommen nach und nach Dinge ans Tageslicht, die zusammengenommen gut und gerne eine handvoll Alternativen zulassen und bei denen Ben nicht zwangsläufig der Täter gewesen sein muss. Einiges davon fand ich interessant, das meiste jedoch zu weit hergeholt und vor allem: viel zu breit getreten. Mir war das Buch streckenweise einfach zu langatmig, es trat zu oft auf der selben unglaubwürdigen Stelle.

Schließlich wird recht unspektakulär dann doch noch aufgedeckt, was damals in dem Farmhaus in jener Nacht passiert ist. Ich fand die Lösung ein wenig konstruiert (aber gut, im Grunde ist sowas fast immer irgendwie “konstruiert”), aber dennoch überraschend. Dennoch war ich eigentlich froh, das Buch endlich durch zu haben, die Längen zwischendrin waren teilweise schon etwas arg.
Meiner Meinung nach lebt das Buch eher von den gut gezeichneten Charakter- und Milieustudien als von dem leider recht langweilig beschriebenen und vorangetriebenen Krimiplot. Es wird ein interessantes Bild gezeichnet von einem Leben auf der Verliererseite – und das betrifft nicht ausschließlich Libby, sondern im Grunde jede der Figuren. Das war faszinierend und deprimierend zugleich und vor allem bekommt dieser Thriller dadurch mal sowas ganz “Eigenes”, fern ab vom “klassischen” Ermittlerkrimi.

Dennoch von mir nur 3 durchschnittliche Sterne, da einfach nicht stringent erzählt wird, viele Handlungsstränge ins Leere laufen und sich vieles zu häufig wiederholt und dadurch langweilig wird und die anfangs spannende Story schnell abflachen lässt. Sehr schade, denn da hätte man mehr draus machen können!

 

 

3







Die Hauptperson ist Libby Day, welche neben ihrem Bruder Ben, dem als Mörder Verurteilten, die einzig Überlebende ihrer Familie ist, welche grausam getötet wurde.
 
Die Handlung springt kapitelweise zwischen damals, den Tagen und Wochen vor dem Massaker und heute hin und her.
Der Leser lernt die Mitglieder der Familie, ihre Macken und ärmlichen Lebensumstände kennen.
 
Libby, die als Frau von Anfang 30 bisher von Spenden anderer lebte, muss sich jetzt nach 25 Jahren ihrer Geschichte stellen, um damit weiterhin Geld verdienen zu können.
So wird nach und nach die Wahrheit aufgerollt… hat sie damals zu Recht ihren Bruder Ben mit ihrer Aussage hinter Gitter gebracht oder war doch alles anders?
 
Die Personen sind allesamt recht düster und nicht sonderlich sympathisch. Ein permanent beklemmendes Gefühl macht sich breit und ich habe an manchen Stellen einfach einige Seiten ungelesen überblättert – es war mir beim Lesen vor dem Einschlafen dann doch zu grausam.
 
Wenn man sich erstmal durch die ersten 100 Seiten gequält hat, wird die Story spannend und nimmt eine Wende, die man vielleicht geahnt, aber so dann doch nicht gedacht hätte.
 
Düstere Geschichte, zum Ende hin spannend, dennoch Geschmackssache.

 

5

Als Kind musste Libby mit anhören wie ihre halbe Familie getötet wurden ist. Ihr Bruder Ben wurde dafür verhaftet und durch Libby belastet. Er sitzt nun lebenslänglich im Gefängnis.

Nach Jahren efährt Libby  das die Spendengeldern mit denen sie über die Runden kommt ein Ende haben wird denn es ist kaum noch was davon übrig und wirklich gearbeitet und was getan hat sie nie. Zudem wird auch für neue Opfer gespendet was ihr eigentlich gar nichts passt denn so konnte sie recht gut leben. Das Buch was sie rausgebracht hat, war auch nicht gut und floppte.

Libby wurde dann von jemanden angerufen der zu einem Killer-Club gehörte, dort sollte sie erzählen was damals vorgefallen ist und fragen von den fremden Menschen beantworten. Aber was tut man nicht alles wenn man Geld braucht.

Nun fängt Libby an darüber nachzudenken was damals geschehen ist und forscht nochmal genau nach denn im club sind alle der Meinung das es ihr Bruder nicht war.

So bekommt man einen Eindruck in das Familienleben von Libby und erfährt was passiert ist....

 

Meine Meinung:

Das Buch ist einfach sehr spannend und ich bin froh das ich es lesen durfte. Ich konnte es nicht mehr aus der Hand nehmen. Es war einfach nur spannend und fesselnd. Der Schreibstil ist sehr gut und man kann sich prima hineinversetzen. Dieses Buch muss man einfach gelesen haben denn es ist einfach nur Spitze. Großes Lob an Gillian Flynn!!

4

Libby ist ein kleines Mädchen, als ihre Mutter und ihre zwei Schwestern kaltblütig getötet werden. Nur eine Tür zwischen ihr und dem Grauen hört sie die Todesschreihe und flieht vor dem Mörder. Mit ihrer Aussage belastet sie ihren Bruder Ben so schwer, dass dieser lebenslang ins Gefängnis muss.

25 Jahre später, ist das Geld aus den Spendenaktionen aufgebraucht. Libby ist Anfang 30 und muss nun entgültig auf die Beine kommen, denn das hat sie bisher nicht geschafft. Sie hat einen schwierigen Charakter, ist unzuverlässig und zu ihren Hobbys zählt sich ihren Selbstmord auszumalen. 

Das Angebot des sogenannten "Kill Club" gibt ihr die Chance ihre Vergangenheit aufzuarbeiten und die Wahrheit herauszufinden. Hat ihr Bruder wirklich den Rest ihrer Familie ausgelöscht? War er der kaltblütige Mörder? Wem kann sie vertrauen?

Das Buch von Gylien Flynn hat einen guten Eindruck bei mir hinterlassen. Es war nicht das spannendste was ich seit langem gelesen habe, aber es ist durchaus empfehlenswert und sehr gut für einen gemütlichen Nachmittag geeignet.

5

Gillian Flynn hat mit "Finstere Orte" einen spannenden, fesselnden, mitreißenden und trotz allem auch emotionsgeldanenen Thriller geschaffen, der es auf jeden Fall Wert ist, gelesen zu werden!

Die Geschichte der vom Schicksal getroffenen Libby Day, einer auf den ersten Blick scheinbar taffen, jungen Frau, die bei genauerem Hinsehen aber bloß eine harte Schale trägt und durch ihre Aggressionen und Kraftausdrücke nur ihren verletzlichen, weichen Kern verbergen will, lässt einen nicht mehr los. Man will wie Libby selbst erfahren, was in der grausamen Nacht damals wirklich passiert ist, als sie ihre gesamte Familie verloren hat.

Nach und nach erhält man häppchenweise Einblick in die Hintergründe der Tatnacht und erfährt genauso wie Libby, die durch den "Kill-Club" anfänglich gegen ihren Willen und einzig aus Geldmangel zu Nachforschungen angetrieben wird, schließlich aber um ihrer selbst Willen die Wahrheit ans Licht bringen will, durch ihre Gespräche mit einzelnen Personen aus ihrer Vergangenheit aber auch durch die geschickt eingebauten Rückblicke aus unterschiedlichen Perspektiven, was wirklich geschehen ist. Dabei wird zunehmend klar, dass sich ihr Bruder mehr oder weniger unverschuldet in eine Sache reinziehen ließ, die ihm irgendwann über den Kopf wächst. Aber auch die Eltern und ihre Beweggründe werden eingehender dargestellt. Mit jeder Buchseite löst sich das anfänglich unentwirrbar erscheinende Gefüge aus Verstrickungen und Verwicklungen rund um die blutrünstige Tat zunehmend auf und eröffnet letztendlich den wahren Hintergrund, der einem einen dicken Kloß im Hals verursacht, denn wie viel musste geschehen, damit eine liebende Mutter einen derartig unglaublichen Schritt als letzten Ausweg aus der traurigen Notsituation sieht? Unglaublich spannend und emotional zugleich! Absolut lesenswert!

5

Um es vorweg zu nehmen: dieses Buch ist eines der besten, die ich seit langem gelesen habe! Worum geht es?

Libby Day musste als Siebenjährige mit anhören, wie fast ihre ganze Familie umgebracht worden ist. Als Täter wurde Bruder Ben verhaftet, er ist seitdem im Gefängnis und Libby hat keinen Kontakt mehr zu ihm. Sie lebt ein armseliges Leben, hat kaum soziale Kontakte und die Geschehnisse trotz psychologischer Hilfe nicht verkraftet. Nun ist sie auch noch pleite: vorher hat sie von Spenden wohlmeinender Mitbürger gelebt, doch das Geld ist aufgebraucht. Da kommt das Angebot des "Kill-Clubs" gerade recht: dieser Club hat es sich zur Aufgabe gemacht, Verbrechen zu überprüfen und zu Unrecht Verurteilten zu helfen. Ein Teil der Mitglieder des Clubs hält Ben für unschuldig und bietet Libby Geld dafür, dass sie zu ihm geht und ihn befragt und auch so versucht, sich neu zu erinnern, denn Ben wurde hauptsächlich wegen ihrer Aussage verurteilt. Jetzt muss sich Libby endlich ihrer Vergangenheit stellen und findet tatsächlich Erstaunliches heraus...

In Rückblenden erfährt der Leser, wie es wirklich war, sowohl aus Bens Sicht als auch aus Mutter Pattys Sicht: die armseligen finanziellen Verhältnisse, dieses Von-der-Hand-in-den-Mund-leben, der drogen-, alkohol- und spielsüchtige Exmann, der immer auf der Suche nach Geld ist und das Familienleben noch mehr verkompliziert, die chronische Überforderung Pattys (heute würde man wahrscheinlich Burn-Out-Syndrom sagen, aber das gab es in den 80ern noch nicht), die Kinder, die wegen der abgetragenen Kleidung und der kostenlosen Schulspeisung gehänselt wurden. Ben ist Patty bereits entglitten, er hat sich ungute Freunde gesucht. Nun droht auch noch die Zwangsräumung und damit die Obdachlosigkeit - Patty ist verzweifelt und greift zum letzten Strohhalm.

Die Geschichte ist sehr spannend aufgebaut mit den Sprüngen zwischen der Jetztzeit und der Tatzeit und dem für mich doch etwas überraschenden Schluss. Auf jeden Fall ist dies ein Buch, das sich zu lesen lohnt!

 

5

„Finstere Orte“ von Gillian Flynn ist ein wirklich herausragendes Buch. Es ist spannend, immer wieder gibt es unerwartete Wendungen, und zu keiner Zeit kitschig oder aufgebauscht.

Die Charaktere sind durchweg alles Menschen, die nicht perfekt oder die strahlenden Helden sind. Im Gegenteil, es gibt viele Themen, die angeschnitten werden, die eher die finsteren Seiten der menschlichen Natur zeigen – wobei diese Dinge eher aus den menschlichen Schwächen heraus entstehen, nicht aus Bösartigkeit.
 
Libby Day ist die einzige Überlebende eines Familienmassakers, das ihr Bruder Ben begangen hat, als sie 7 Jahre alt war. So scheint es zumindest. Bis Libby eine Gruppe von Leuten kennen lernt, die speziell dieses Verbrechen untersucht und Zweifel in ihr weckt. Libby will zunächst nur aus der Motivation heraus, Geld zu verdienen, herausfinden, was passiert ist. Aber je mehr sie sich der Vergangenheit stellt, umso dringlicher wird es für sie selbst, die Wahrheit zu finden. Dabei ist Libby selbst ein Mensch mit all ihren Fehlern und Schwächen, und sie bringt großes Verständnis auf, wenn jemand nicht perfekt ist. Aber sie muss sich darauf einlassen, sich mit ihren Erinnerungen zu konfrontieren, die sie jahrelang verdrängt hat – und das ist nicht immer leicht.
 
In Handlungswechseln zwischen Gegenwart und Vergangenheit wird nach und nach klar, was wirklich passiert ist in Darkplace in jener Nacht. Und es ist völlig anders, als jeder Verdacht, den man als Leser vorher haben könnte… 
4

Die Zeitsprünge haben mich anfangs etwas verwirrt. Daher würde ich sagen, dass dies kein Buch ist, in dem man Abends vor dem Schlafengehen mal kurz noch ein paar Seiten liest. Mal ganz abgesehen natürlich von der Spannung, die es ohnehin nicht zulassen würde, das Buch nach ein paar Seiten bereits wieder aus der Hand zu legen.

Wenn man erst einmal in der Geschichte drin ist, nimmt sie einen schnell gefangen. Der Schreibstil der Autorin ist (bis auf die vielen Zeitsprünge) sehr gut, flüssig, mitreißend. Die Story teilweise aufwühlend angesichts des schlimmen Schicksals des Mädchens, andererseits wahnsinnig spannend, was die dunklen Geheimnisse der Tatnacht angeht, die langsam aufgedeckt werden.

Ich bin sehr angetan von dem Buch und würde gerne bald wieder etwas von Gillian Flynn lesen.

3




Ein irgendwie spannendes aber auch merkwürdiges Buch.

Ben, der Bruder von Libby hat Mutter und die anderen beiden Schwestern umgebracht und sitzt  im Knast. Libby war zu dem Zeitpunkt 7 Jahre alt und blieb verschont. Allerdings hat sie dieses Erlebnis ziemlich mitgenommen und einen recht merkwürdigen Menschen aus ihr gemacht. Über 20 Jahre später muss sich Libby wieder mit dem Geschehnis auseinandersetzten und zwar aus Geldmangel. Bisher konnte sie von Spenden von anderen Menschen leben, doch diese sind nun aufgebraucht. Jetzt bekommt sie ein Angebot von Menschen, die sich für solche Mordfälle interessieren. Erst wiederwillig, dann immer mehr von selbst setzt sich Libby wieder mit dem Tag, an dem drei geliebte Menschen starben, auseinander. Spannend an dem Buch fand ich die Handlungstränge aus der Sicht der unterschiedlichen Personen, das Buch ist auch gut geschrieben und lässt sich flüssig lesen. Dennoch blieb das Buch für mich irgendwie merkwürdig, vielleicht auch weil Libby schon sehr schräg ist. Interessant, aber sicher nicht jeder wird daran Gefallen finden.

 

Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag, einer ohne Bücher noch viel mehr :o)

5

Thriller gehören nicht unbedingt zu dem Genre, welches ich oft lese. Doch schon allein der Klappentext von „Finstere Orte“ hat mich neugierig gemacht, denn ich hatte das Gefühl, dass dies ein Thriller sein könnte, den sogar ich vertrage. Und ich wurde von Gillian Flynn nicht enttäuscht: trotz zerreißender Spannung und einem blutigen Mord hat sie keinen Wert darauf gelegt, die blutigen Details zu schildern, sondern eine Handlung aufzubauen, die bis zum Schluss ungeklärt ist und den Leser das Buch in kürzester Zeit durchlesen lässt.
Libby Day ist sieben Jahre alt, als fast ihre komplette Familie im eigenen Haus ermordet wird. Ihre Mutter erschossen, ihre beiden Schwestern erwürgt und mit dem Beil zerhackt. Was kann ein Kind nur Grausameres erleben? Durch ihre Zeugenaussage wandert ihr älterer Bruder ins Gefängnis. Doch 25 Jahre später geht Libby das Geld aus. Jahrelang lebte sie von einem eigens für sie eingerichteten Hilfsfond, der nun erschöpft ist. Sie ist gezwungen, selber Geld zu verdienen. Da kommt es ihr nur gelegen, dass ein „Kill Club“ sie dazu auffordert, über ihre Erinnerungen von damals zu berichten und die Vergangenheit erneut aufzurollen. Libby versetzt sich zurück in ihre Kindheit und es stellt sich die Frage, wer ihre Familie wirklich umgebracht hat.
Gillian Flynn versteht es, von Anfang an eine Spannung aufzubauen, die der Leser förmlich zu spüren meint. Abwechselnd aus verschiedenen Perspektiven berichtet Flynn von den Gegebenheiten in der Gegenwart und der Vergangenheit: aus der Ich-Perspektive erlebt der Leser die nun erwachsene Libby Day und aus der dritten Person den Mord-Tag, den Libby in Gedanken immer „Dark Place“ nennt, abwechselnd von Libbys Mutter Patty und ihrem Bruder Ben. Dadurch weiß der Leser mehr als Libby mit der Zeit herausfindet. Jedoch sind alle drei Erzählstränge immer auf dem gleichen Stand der Ermittlungen, so dass nichts vorweggegriffen wird.
Für mich sehr eindrücklich ist das trostlose Leben im Herzen Amerikas. Es ist erschreckend, in welch einfachen Verhältnissen die Familie Day lebt und wie es vielen anderen Farmern genauso geht. So wie Gillian Flynn es schildert, scheint das Leben in Kinnakee, wo der Thriller spielt, nicht viele Perspektiven zu bieten. Alles wirkt grau in grau, es gibt kaum Geld und keine Möglichkeiten, aus dieser Trostlosigkeit herauszukommen. In solch einer Umgebung eine solche Geschichte spielen zu lassen verstärkt den Effekt des Düsteren, in welches der Leser von Beginn an mit hineingezogen wird.
Thriller wie „Finstere Orte“ würde ich gern noch viel öfter lesen und mich somit an dieses eher unbekannte Genre heranwagen. Gillian Flynns Erzählstil ist so einprägsam und klar, jede einzelne Seite macht einfach Spaß gelesen zu werden. Ich bin begeistert und ich hoffe, dass sich noch viele von dieser Begeisterung anstecken lassen.

4

Libby entgeht mit sieben Jahren einem schrecklichen Masaker. Nur sie und ihr Bruder Ben überleben. Doch für ihren Bruder ist die Geschichte damit nicht beendet. Er landet lebenslang im Gefängnis, da alles gegen ihn spricht. Sogar die kleine Libby glaubt sich daran zu erinnern wie ihr Bruder ihre Mutter und ihre zwei Schwestern umgebracht hat.

Fündundzwanzig Jahre später, als Libby das Geld aus dem damals gegründeten Spedenfound ausgeht, wird sie gezwungen sich mit ihrer tragischen Lebensgeschichte auseinander zu setzten. Wobei sie damit zunächst nur an Geld kommen will. Aber so langsam glaubt auch sie nicht an Ben´s Schuld.

Nach und nach entfaltet die Geschichten ihre ganze Grausamkeit. Jeder hat Geheimnisse und keiner will mit der Sprache rausrücken. Schließlich und endlich erfährt Libby das dunkle Geheimnis welches diese schreckliche Nacht umweht hat....

Die Autorin  schreibt in einer Sprache, die mir sehr gefallen hat. So ziemlich gegen Anfang hat die Spannung ein Loch gehabt was sich schnell wieder geändert hat. Ab da war der Nervenkitzel perfekt.

http://buchimkopf.wordpress.com/

1

Libby Day verliert im Jahr 1985 den weiblichen Teil ihrer Familie.
Ihre Mutter und ihre Schwestern werden ermordet, Sie gibt ihrem Bruder Ben die Schuld.
Ben sitzt deshalb seit Jahrzehnten im Gefängnis, doch durch den Kill Club,
den Libby kennenlernt, weil sie mal wieder Geld braucht, fängt sie an, zu recherchieren und die
ganze Geschichte von damals zu hinterfragen, neu aufzurollen. Was es gar nicht ihr Bruder, der sich
scheinbar zum Kinderschänder und Santanisten gewandelt hat ? Was haben ihr Vater Runner und Bens
geheimnissvolle Freundin Diondra mit der Angelegenheit zu tun ?

Eine sehr aufwühlende, teils auch verwirrende Geschichte, da es immer wieder Zeitsprünge zwischen damals und heute und verschiedenen Personen gibt. Aber nach dem eher zähen Einstieg findet man in die Geschichte rein und möchte selbst wissen, was damals gelaufen ist und ob Ben nicht vielleicht doch zu Unrecht verurteilt wurde bzw. warum genau er eigentlich eine Strafe absitzt.
 

4

En kleines Mädchen bekommt mit, wie ihre Mutter und ihre zwei Schwestern bestialisch ermordet werden - von ihrem Bruder. Dieser wird daraufhin verurteilt und eingesperrt, Libby wandert von einem zum anderen Familienmitglied und hat ein trauriges, perspektivloses Leben; bis das Geld ausgeht und sie gezwungenermaßen Nachforschungen anstellt, ob die Tat damals wirklich so verlaufen ist, wie sie es in Erinnerung hat. Das fällt ihr zunächst sehr schwer, war sie es doch, die als Kronzeuge ihren Bruder schwer belastet hat. Aber im nachhinein ist sie sich nicht mehr sicher, was sie wirklich gesehen hat.

Das Buch wird in verschiedenen Zeitebenen und von verschiedenen Standpunkten aus erzählt. Das macht es meiner Meinung nach sehr spannend, und zum Schluss hin wird es richtig aufregend: Libby gerät selbst in Gefahr, als sie vor der Aufklärung der Tat steht. Ein sehr spannender Krimi!

4

24 Jahre nachdem Libby Day ihren eigenen Bruder mit ihrer Aussage ins Gefängnis gebracht hat, muss Libby sich wieder mit der Vergangenheit auseinandersetzen. Geldsorgen und ihr Leben, welches völlig aus den Fugen geraten ist, zwingen sie dazu. Zum ersten Mal kommen ihr Zweifel, ob ihr Bruder zu Recht im Gefängnis sitzt, denn schließlich hat sie die Morde nur mit angehört und nicht gesehen.
Auf eigene Faust beginnt sie Nachforschungen anzustellen und gerät bald darauf in Gefahr.

Hervorheben möchte ich das tolle Cover, was wirklich ausgezeichnet zum Buch passt. Zu sehen ist eine dunkle Tür mit einem Vorhängeschloss. Sowohl das Vorhängeschloss als auch der Name der Autorin und der Titel des Buches lässt sich mit den Fingern ertasten. Aber nun meine Meinung zum Buch:

Stellenweise habe ich mich mit "Finstere Orte" etwas schwergetan, weil mir Libby gleich auf Anhieb unsympathisch war. Das hat sich im Verlauf der Geschichte leider nicht geändert. Da es im Buch immer wieder Rückblenden gibt, die ein paar Tage vor der Tat und am Tattag selber spielen, lernt der Leser nach und nach Libbys Familie kennen. Oft habe ich das Verhalten von Libbys Mutter gegenüber ihren Kindern nicht ganz nachvollziehen könnnen. Der Verfall dieser Familie hat mich stark berührt und auch fassungslos gemacht. Ich hatte beim Lesen permanent ein beklemmendes und bedrückendes Gefühl.
Auch die anderen Figuren haben mich eher abgeschreckt, als dass ich mit ihnen fühlen konnte. Vielleicht war das von der Autorin ja auch so beabsichtigt.

Trotz einiger Längen konnte ich das Buch nicht zur Seite legen. Ich musste unbedingt wissen, ob Ben nun tatsächlich der Mörder war oder nicht. Auch wenn die Spannung stellenweise etwas gelitten hat, so hat Gillian Flynn zum Ende hin nochmal sämtliche Geschütze aufgefahren, die nötig waren, um das Genre Thriller zu rechtfertigen. Von mir gibt es vier Sterne.

 

 

Wirklich reich ist, wer mehr Träume in seiner Seele hat, als die Realität zerstören kann!

4

Ein sehr düsteres Buch.
Die Charaktere sind durchweg nicht sonderlich sympathisch, aber ist das Buch erschreckend authentisch.

Die Schriftstellerin erzählt die Geschichte mit zwei verschiedenen Zeitsträngen.

Libby – die einzige Überlebende des Massakers – lebt völlig heruntergekommen und psychisch äußerst labil in einem  kleinen Haus und verlässt sich auf die Spenden, die von mitleidigen Leuten, für sie auf ein Treuhandkonto eingezahlt wurden.
Nur leider ist dieses Geld irgendwann zu Ende und Libby muss sich der Welt stellen und aus ihrem Schneckenhaus herauskommen.
Dabei gerät sie an eine Gruppe von Leuten, die es sich zum Ziel gemacht haben, zu beweisen, dass Ben – Libbys Bruder, der wegen dem Massaker lebenslänglich hinter Gitter gewandert ist – unschuldig ist.
Wohl oder übel muss Libby sich mit den Geschehnissen von vor 25 Jahren erneut auseinandersetzen.

In der zweiten Zeitebene wird die ganze Geschichte, aus Sicht der verschiedenen Personen, vom Mordtag erzählt.
Dabei lernen wir die Familie kennen und erfahren eine Menge darüber, wie es dazu kommen kann, dass jemand auf ganzer Linie scheitert.
Wir lernen Patty kennen. Sie ist völlig am Boden, versucht aber trotzdem wie eine Löwin ihre Familie zusammenzuhalten.
Wir lernen Ben als unbeliebten Teenager kennen, der seine Geheimnisse hat und sich in völliger Unschuld in Dinge verstrickte, die zu einer durchaus logischen, aber trotzdem haarsträubenden Kette von Ereignissen führen. Und am Ende sind Patty, Michelle und Debby, tot.

Als Libby soweit ist, sich den Dämonen der Vergangenheit zu stellen, findet sie Dinge heraus, die sie aufs äußerste gefährden, und um ein Haar wird sie zum vierten Todesopfer.

Wie schon weiter oben geschrieben, zeichnet sich dieses Buch nicht durch nette Leute aus, für die man Sympathien entwickelt, aber es ist sehr gut geschrieben und die einzelnen Personen werden gut herausgearbeitet. Die Handlung bleibt immer im Bereich des Möglichen und wirkt nie an den Haaren herbeigezogen.
Gillian Flynn hat allerdings eine Fantasie, die mir die Gänsehaut über den Rücken treibt.
 

4

Libby Day ist die Überlebende eines Familienmassakers, bei dem sie ihre Mutter und ihre Schwestern verlor. Früher konnte sie damit gut Geld machen, es half ihr beim Überleben, aber der Trubel um sie hat längst nachgelassen und sie kämpft um jeden Cent. Nur deshalb lässt sie sich auf das Engagement eines "Kill Clubs" ein, der sich mit Morden und deren Aufklärung beschäftigt. Hier ist sie eine Art "Star"... allerdings bringt sie dieser Club auch dazu, über ihre Vergangenheit nachzudenken. Denn die Mitglieder sind der Meinung, dass ihr Bruder Ben auf keinen Fall der Schuldige sein kann. Sie lässt sich darauf ein, besucht ihren Bruder, fängt an in ihrer Vergangenheit zu kramen und es kommen Dinge ans Licht, die sie längst verdrängt hatte und die sie an allem Zweifeln lassen...

Libbys Weg in die Vergangenheit, wird abwechselnd erzählt mit Szenen aus der Vergangenheit. Man erfährt mehr über ihre Familie, deren Geldprobleme und Existenzängste, und auch über den pubertierenden Ben, der sich gerne dunklen Gedanken hingibt und ziemlich angekotzt ist über so vieles...

Mehr will ich an dieser Stelle nicht verraten, um der Spannung nichts zu nehmen... nur soviel: Frau Flynn hat es geschafft, ihrem Stil, den sie in "Cry Baby" gesetzt hat, treu zu bleiben. Sie hat eine Protagonistin, die aus der Reihe fällt, eine düstere Familiengeschichte, die dem Leser unbehagen bereitet. Und dann Wendungen in der Geschichte, die man nicht kommen sieht... diese wirken allerdings bei "Finstere Orte" stellenweise sehr konstruiert.

Alles in allem also ein tolles Buch und ein solider Thriller. Aber leider schafft es Gillian Flynn nicht, mich mit "Finstere Orte" so zu begeistern wie mit ihrem Debüt "Cry Baby".

5

Als ich das Buch in der Hand hielt, war ich überrascht: Der Einband ist wirklich schön gestaltet mit kleinen "3D"-Elementen und -Buchstaben, an denen ich beim Lesen die ganze Zeit rumspielen konnte, wenn es besonders spannend wurde. Und ich hatte oft die Gelegenheit, rumzuspielen - "Finstere Orte" gehört nämlich mit Sicherheit zu den besten Thrillern, die ich in der letzten Zeit lesen durfte.

Libby war 7, als ihre Familie brutal abgeschlachtet wurde, während sie sich im Schrank versteckte. Sie beschuldigte anschließend ihren großen Bruder Ben, damals 15, der dann auch zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. Heute ist Libby 31 Jahre alt, nicht gerade selbstständig lebensfähig und langsam pleite. Um an Geld zu gelangen, lässt sie sich auf ein Gespräch mit dem "Kill Club" ein, der sich mit ungelösten Morden beschäftigt. Aber der Mord an Libbys Familie ist doch geklärt? Langsam kommen ihr selbst Zweifel, auch wenn sie das nicht möchte. Teils aus Neugier, teils aus Geldnot lässt sie sich immer tiefer in Ermittlungen zu den Geschehnissen ihrer Vergangenheit hineinziehen. Was ans Licht kommt, bringt sie selbst in Gefahr...

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Libby in der Gegenwart sowie ihrer Mutter bzw. ihrem Bruder Ben jeweils am Tag vor den Morden erzählt. So erfahren wir als Leser deutlich mehr als Libby, was die Geschichte nur noch spannender macht. Wieso leugnet beispielsweise Ben (den Libby im Gefängnis besucht), jemanden zu kennen, wenn wir doch aus der Erzählung aus seiner Vergangenheit genau wissen, dass er die Person kennt? Diese Ungereimtheiten regen zum Nachgrübeln an und machen das Buch äußerst spannend, denn natürlich wollen wir wissen, wie es nun weitergeht oder am Ende ausgeht. Libby sucht nach und nach die Personen auf, die wir schon aus den Einschüben aus der Vergangenheit kennen, und es ist äußerst interessant zu sehen, was aus ihnen geworden ist.

Darüber hinaus wartet das Buch mit einem Schreibstil auf, der äußerst angenehm zu lesen ist. Der Übergang zwischen den unterschiedlichen Personen ist deutlich gekennzeichnet (ab und zu tauchen auch noch Episoden aus der Sicht Dritter auf, aber nur selten) und fällt daher beim Lesen sehr leicht. Als I-Tüpfelchen gibt es die spannende Story mit einem äußerst überraschenden Ende. Ich bin begeistert!!!

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Finstere Orte ist eines der besten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe, spannend, fesselnd und ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen

Libby Day, Hauptperson in diesem Buch, verliert mit sieben Jahren ihre Familie. Mutter und zwei Geschwister werden kaltblütig ermordet. Mörder ist erstem Anschein nach der ältere Bruder der Familie: BEN, er sitzt seit Libbys belastender Aussage von damals wohl lebenslang im Gefängnis.

Für Libby wurde wohl im Laufe der Jahre ein Spendenfonds eingerichtet aber nach 25 Jahren ist davon nichts mehr übrig. Aus Geldmangel geht die 32-jährige auf ein Angebot einer Gruppe von "Fanatikern" ein die an die Unschuld ihres Bruders glauben und ihr Geld geben, um sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzten und echte Wahrheit herauszufinden.

Libby Day wurde mir im Laufe des Buches immer sympathischer und die abwechselnde Erzählweise der Autorin fand ich in diesem Fall sehr spannend.

Werde die Augen ganz sicher nach weiteren Büchern von Gilian Flynn offen halten!!!

 

 

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Libby Day hat vor 25Jahren Ihre gesamte Familie verloren, ausgelöscht von Ihrem Bruder. Angeblich hat Ihr Bruder Ben, damals 15Jahre alt, ihre Schwester Michelle erwürgt und ihre Schwester Debby und ihre Mutter mit der Axt erschlagen.

Jetzt ist Libby eine deprimierte, verbitterte, einsame Frau die ihr Leben nicht im Griff hat. Bisher lebte Sie von den Geldern eines Spendenfonds. Doch dieser ist jetzt aufgebraucht und Libby steht vor der Wende Ihres Lebens.

Sie sieht sich genötigt sich nochmals mit der Nacht und dem Unglück von damals auseinander zu setzten. Findet Sie die schreckliche Wahrheit raus? Oder ist diese bereits bekannt?

Das Buch wird aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, zum einen aus Libbys Sicht und zum anderen aus der Sicht eines neutralen Beobachters. Desweiteren springt das Buch auch zwischen dem Jetzt und der Vergangenheit hin und her. Nach und nach tauchen immer mehr Details auf. Jedoch erst ganz zum Schluß wird klar was wirklich passiert ist.

Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut. Sie schreibt flüssig und man kann sich sehr gut in das Geschehen hinein versetzten. Teilweise fand ich das Buch jedoch etwas zu langatmig geschrieben. Dabei geht die eigentliche Spannung etwas verloren. Daher bekommt es von mir auch nur 3 Sterne.

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Libby Day verliert mit sieben Jahren den Großteil ihrer Familie. Ihre Mutter Patty und ihre Schwestern Debby und Michelle werden zuhause ermordet - nur sie selbst kann entkommen. War es wirklich ihr älterer Bruder Ben, den sie mit ihrer Zeugenaussage für immer ins Gefängnis brachte? 25 Jahre später kommt sie mit Leuten einer Gruppe in Kontakt, die an die Unschuld von Ben glauben und besonders Lyle versucht sie mit Geld und Überredung dazu zu bringen sich ihrer Vergangenheit zu stellen und mit Menschen von damals, u. a. mit ihrem Vater, ihrer Tante und mit Ben selbst, ins Gespräch zu kommen. Neue Erkenntnisse über die hoch verschuldete Familie Day kommen hierbei zu Tage und Libby entdeckt immer neue Puzzleteile, die die Nacht von damals und die Gründe für die Morde ausführlicher abbilden und die sie schließlich in erneute Lebensgefahr bringen. Wird sie auch diesmal entkommen können?

Das Buch stellte sich mir als großes Familiendrama dar, wobei ich die Genrebezeichnung Thriller für unpassend halte. Der Schreib- und Erzählstil haben mir gut gefallen, aber weder diese noch die Geschichte an sich konnten eine große Spannung erzeugen. Die Kapitel sind aufgeteilt in Libby heute und Patty und Ben am Tag der Morde im Jahr 1985. Dadurch ließ sich ein guter Überblick behalten und man erfuhr stückchenweise immer mehr, wobei der große Durchbruch erst ganz am Ende kam. Zum Schluss konnte bei mir das Buch nun auch mit der ersten wirklichen Spannung glänzen, die aber auch relativ schnell wieder vorüber war. Die Charaktere, besonders Lybbys Vater Runner Day, sind zum größten Teil eher unsympathisch was für so ein Familiendrama allerdings nicht untypisch ist, sondern eher von klarer Struktur zeugt. Alles in allem gefiel mir Finstere Orte gut und war, trotz des fehlenden Thrills, nicht langweilig, sondern eher ein solides und gut geschriebenes Drama.

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Ein gruseliges und sehr spannendes Buch.

Ben, der Bruder der Hauptperson, Libby hat deren Mutter und  beide Schwestern umgebracht als sie sieben war. Nur Libby blieb verschont... Über 20 Jahre später muss sich Libby wieder mit dem Geschehnis - erst aus ganz pragmatischen Gründen, dem Geldmangel - auseinandersetzen. Bisher konnte sie von Spenden von anderen Menschen leben, doch diese sind nun aufgebraucht. Jetzt bekommt sie ein Angebot von Menschen, die sich für solche Mordfälle interessieren. Erst wiederwillig, dann immer mehr von selbst setzt sich Libby wieder mit dem Tag, an dem drei geliebte Menschen starben, auseinander.

Besonders spannend an dem Buch ist Libbys verschrobene Art und der vielfältige Perspektivenwechsel. Ein Buch, das zu empfehlen ist!

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Da tun sich Abgründe auf im tiefsten Kansas: Die Familientragödie, die Gillian Flynn zusammengestrickt hat, fesselt die Leser von der ersten bis zur letzten Seite...

Kinakee, Kansas, 1985: Patty, eine alleinerziehende Farmerin und Mutter von 4 Kindern ist, nachdem Ihr Taugenichts von Ehemann sie verlassen und die Depression voll zugeschlagen hat, auf sich allein gestellt und mit der Situation völlig überfordert, so dass ihr ein Verlust der Farm droht. Aber es kommt noch schlimmer für Patty, als sie entdeckt, dass ihr bis dahin stiller und ruhiger 15jähriger Sohn Ben sich immer mehr von ihr und der Familie entfremdet und ihr zu entgleiten droht.  Die Lage eskaliert in einer kalten Winternacht, als Patty und ihre beiden älteren Töchter grausam ermordet werden und nur Libby, die 7jährige Tochter überlebt und gegen ihren großen Bruder Ben aussagt, der daraufhin lebenslänglich ins Gefängnis wandert.

25 Jahre später ist Libby ein völlig antriebsloses seelisches Wrack und wirkt auf ihre Mitmenschen durchweg unsympatisch. Nachdem ihre letzten Spendengelder aufgebraucht sind und Libby beginnt, unter Geldnot zu leiden, tritt eine merkwürdige Interessengemeinschaft namens "Kill Club" auf Libby zu und bringt sie dazu, sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen und die Wahrheit über den albtraumhaften Tag vor 25 Jahrem herauszufinden...

Gillian Flynn beweist erneut herausragendes erzählerisches Talent. Durch die beiden unabhängig voneinander laufenden Handlungsstränge in Vergangenheit und Gegenwart sowie durch die unterschiedlichen Erzählperspektiven erhält "Finstere Orte" eine Tiefe, die geradezu plastisch wirkt. Die einzelnen Personen sind sehr detailliert herausgearbeitet und faszinieren den Leser trotz ihrer teilweise abschreckenden Gedankengänge und Handlungen. Die geballte Atmosphäre des Romans spiegelt sich auf hervorragende Weise in dem sehr gelungenen und passenden Cover wider. Einzig der Auflösung fehlt es etwas an Überzeugung.

Gillian Flynns "Finstere Orte" ist eine rundum gelungener Roman über tiefe menschliche Abgründe und eine absolute Empfehlung nicht nur für Thriller-Liebhaber.

4

Libbys Geschichte hat mich überzeugt. Ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut und es hat meine Erwartungen  ganz erfüllt. Die Handlung aus verschiedenen Perspektiven zu erzählen war sehr spannend und das blieb das Buch auch bis zum Schluss. Die einzelnen Figuren waren gut herausgearbeitet , man konnte das Buch fast in einem Rutsch lesen. 

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Es fängt ganz harmlos an, in dem wir die verkorkste zynische Libby kennen lernen. Aber im Laufe des Romans vermengen sich zwei parallel laufende Handlungsstränge subtil und rufen eine unheilvolle Spannung und eine bedrückende Stimmung hervor, der man sich nicht entziehen kann.

 

Man erlebt gleichzeitig, wie die Mittdreissigerin Libby versucht, zuerst aus Geldmangel und später wegen der Zweifel, die sie entwickelt, aufzuklären, wie der Mordtag an Mutter und Schwestern wirklich abgelaufen ist und ob der dafür verurteilte Bruder vielleicht doch unschuldig ist.

Parallel wird uns Stück für Stück der Tag der Morde aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Dieser raffinierte Aufbau führt dazu, dass man sich in der einen Zeitebene fragt, wie eine bestimmte Sache so weit kommen konnte und gleichzeitig findet man in der anderen Zeiteben die Erklärung dafür. Man ahnt, wie der Mordtag abgelaufen sein könnte, dann zerschläft sich eine Spur und eine neue Facette tut sich auf. So muss sich auch die erwachsene Libby fühlen, die zwar Kleptomanin und absolut lebensuntüchtig, aber auf ihre schnoddrige und chaotische Art trotzdem liebenswert ist.

 

Einziger Kritikpunkt aus meiner Sicht ist die Auflösung, die mich nicht ganz überzeugt hat.

 

Trotzdem ist die Autorin für mich eine echte Entdeckung, denn sie schafft es, die Charaktere sehr lebendig mit all ihren Fehlern und Ängsten darzustellen und eine Spannung zu erzeugen, wie nicht viele das können.

 

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Das Buch erzählt in Zeitsprüngen die tragische Geschichte der Familie Day.Im Januar 1985 wurden die Mutter der Familie sowie zwei ihrer kleinen Töchter ermordet.Die jüngste Tochter, die siebenjährige Libby überlebte und brachte durch ihre Aussage den 15-jährigen Bruder Ben als Mörder ins Gefängnis.

Die mittlerweile erwachsene Libby lebt von Selbstmordphantasien und dem gestifteten Geld von wohlmeinenden Menschen, denen die Familientragödie zu Herzen ging.Doch das Geld ist mittlerweile fast aufgebraucht. Deshalb trifft sich Libby mit dem sogenannten "Kill Club", einer Art Fanclub für Verbrechen. Dieser Club bietet Libby Geld an für Souvenirs ihrer Familie, für Gespräche mit ihrem Vater und anderen Personen, die mit dem Verbrechen in Verbindung gebracht werden. Der Club ist von der Unschuld von Libbys Bruder überzeugt und möchte, dass Libby ihre damalige Aussage widerruft.

Am Ende der Geschichte wird man sehr überrascht.

Ich finde das Buch sehr spannend. Die Wandlung von Libby finde ich auch sehr interessant. Zuerst findet man sie sehr unsympathisch. Im Laufe der Geschichte habe ich sie dann ins Herz geschlossen.

Insgesamt ein wirlich tolles, spannendes Buch mit tollem Ausgang bei dem einem garantiert nicht langweilig wird.

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