Rezensionen

Hier finden Sie alle Rezensionen zum Buch nach Erstellungsdatum sortiert.

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Neujahrsspringen in Garmisch. Ein dänischer Skispringer stürzt und verletzt sich schwer. Was anfangs ein tragisches Unglück zu seinen scheint entpuppt sich schnell als Kriminalfall.  Außerdem geht beim Kommissar Jennerwein ein anonymes Schreiben ein, in dem eine Person Anschläge ankündigt.

Kommissar Jennerwein und sein Team werden ganz schön auf Trapp gehalten. In erster Linie von einem anonymen Briefeschreiber der weitere Anschläge ankündigt. Das macht die Ermittlungen nicht leichter, da quasi jeder im Ort als Verdächtiger in Frage kommt.

Gut gemacht ist, dass es Zwei Handlungsstränge gibt. Die Personen dieser Stränge agieren unabhängig voneinander und jeder mit einem anderen Ziel. Spannung ist immer vorhanden da man nicht genau weiß, wer jetzt für den Sturz verantwortlich ist und wer für die anonymen Schreiben.

Ich war überrascht, wie der Autor solange die Spannung halten konnte. Nur das Ende, ohne es vorwegzunehmen, gefällt mir nicht ganz. Insgesamt ein gutgeschriebener Krimi, der teilweise humorvoll ins Bayerische abdriftet. Der auf dem Buch klebenden Aufkleber "Unbedingt lesen" ist vollkommen berechtigt.

 

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Ich empfand diesen Krimi eher  als Komödie oder als Persiflage.

Anlässlich des Neujahrspringens will sich  ein Berg-Kurort als Austragungsort der Winterolympiade empfehlen. Die Veranstaltung wird durch einen schweren Sturz unterbrochen. Dies ist der Beginn einer verwirrenden Anschlagserie, die irritierender weise  auch noch von Agenten einer asiatischen Nation und einem Einheimischen mit unterschiedlicher Intension ausgeführt wird.

Ich hatte nach der Leseprobe irgendwie andere Vorstellungen von diesem Krimi.

Ich fand allerdings viel Ironie und Überzeichnung in der Geschichte und konnte mir oft ein Grinsen nicht verkneifen. Wahrscheinlich zeichnet sich darin der besondere Charme dieses „Alpenkrimis“ aus.

Auf jeden Fall bot er gute Unterhaltung und ein augenzwinkerndes Milieubild der Honoratioren eines Kurortes in den Alpen.







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 Ich hatte mich nach der Leseprobe dieses Buches schon sehr gefreut, es endlich komplett lesen zu dürfen. Dass einen kein überausspannender Krimi oder Thriller erwartet war eigentlich klar. 

Bei der Polizei geht ein Bekennerschreiben ein, obwohl die Tat selber noch gar nicht verübt worden ist. Der Täter möchte jedoch bereits im Vorfeld auf sich aufmerksam machen. Worin genau die Tat bestehen wird, hat er noch nicht entschieden, schon geschieht ein "Unfal" eines dänischen Skispringers. Die Anschläge auf verschiedene Attraktionen des doch so ländlichen Urlaubsortes, wo eigentlich jeder jeden kennt, häufen sich. Jedoch ist nicht alles wie es scheint, und der vermeintliche Täter agiert nicht als einziger. 

Mir war der Täter nicht bis zum Ende unbekannt, man ist sich nach einiger Zeit doch schon sicher, wer hinter der ganzen Sache steckt. Dies tut jedoch meiner Meinung nach dem Lesen keinen Abbruch. 

Der Humor kommt in diesem Buch nicht zu kurz, und alles in allem ist es flüssig geschrieben und gut zu lesen. Mir hat es auf jeden Fall Spaß gemacht, weitaus besser als ein Kluftinger-Roman, der mich nicht überzeugen konnte. Von Jennerwein werde ich mir jetzt auch noch den ersten Fall besorgen. 

Mein Fazit: Auf jeden Fall lesenswert!

1

Meine anfängliche Euphorie nach der Leseprobe hat sich (leider) nachdem ich nun das ganze Buch gelesen habe, nicht bestätigt..........

Wo soll man anfangen, ohne jemand, der die Geschichte noch vor sich hat, nicht abzuschrecken? Ich hatte gehofft, etwas Ähnliches lesen zu können, wie die Alpenkrimis von Kommissar Kluftinger, doch Kollege Jennerwein kann in keinster Weise mit seinem Kollegen mithalten. Wie ich finde, ist der Autor in seinem ursprünglichen Metier als Kabarretist besser aufgehoben.

Wir haben einen schwer verletzten dänischen Ski-Springer (war es ein Unfall oder ein Attentat?), der  beim Neujahrsspringen in Garmisch verunglückte. Allein schon, weil ich großer Garmisch-Fan und Urlauber bin, musste ich diesen Roman lesen, doch meine Begeisterung nach der Leseprobe wurde ziemlich schnell desillusioniert. Ich kann einfach kein Buch abbrechen, lese immer alles bis zum Ende durch, aber hier fiel es mir wirklich schwer. 

Die vielen Handlungsstränge, die normalerweise eine Geschichte erst recht spannend machen, haben mich sehr verwirrt, weil sie alle irgendwie nur angerissen wirken. Der Kommissar selbst erscheint mir viel zu wenig. Die beiden Asiaten scheinen mir sehr weit hergeholt und ein Araber, der richtigen Schnee in seiner Heimat will und hier in Garmisch "Betriebsspinonage" betreibt, alle Erzählebenen finden nur sehr mäßig am Ende zusammen.

Eine Eventfirma, die für Führungskräfte Profilierungsseminare  vor dem Alpenpanorama organisiert, bekommt ebenfalls ihr Fett weg, man hat den Eindruck, dass hier eine Kabarrettvorführung in einen Krimi verpackt wurde. Aber irgendwie wurde ich beim Lesen das Gefühl nicht los, dass der Autor mit der Veränderung und Modernisierung seiner Heimat nicht klar kommt und dies hier psychologisch verarbeitet.

Bleibt noch das Wichtigste an einem Krimi: Wer ist der Mörder? Auch die Bekennerbriefe, die den Kommissar an der Nase rumführen sollen, sind zu schnell durchschaubar.

Hatte ich anfangs nach der Leseprobe noch gedacht, ich würde den ersten Band gleich hinterher schieben, musste ich dies leider revidieren, schade!     

 

5

Unbedingt lesen, so stand es golden am Einband. So machte ich mich Dienstag um 18.00 Uhr daran den Rat zu befolgen, kurz nachdem ich das Buch in Händen hielt.

Ein Skispringer stürzt, verletzt sich schwer, ein Briefeschreiber spielt mit der Polizei Katz und Maus, ein Personenschützer schießt im Dienst auf einen möglichen Attentäter, der spurlos verschwindet. 

So beginnt die rasante Fahrt, auf die man von Jörg Maurer mitgenommen wird, in diesem Alpenkrimi. Wunderbar versteht er die Spannung zu halten, nicht blutrünstig, aber subtil, wiegt den Leser in Sicherheit, um dann eine neue Wendung zu geben, die man nicht voraussehen kann.  In diesem Alpendorf ist nur eines sicher, dass keiner sicher ist. Humorig beschrieben und sympathisch sind die Hauptakteure. 

Nebenbei erfährt man einiges über Profiling, die Welt des Sports, aber immer in einer Dosis, die nicht langweilt. Besonders schön auch die Verknüpfung der Charakteren, jede Person, auch die, die eigentlich nur Statisten sind haben ihren Platz. Ich hatte nie das Gefühl von, "was haben die jetzt damit zu tun, oder was ist aus denen geworden". Es wird alles auf die eine oder andere Art aufgelöst, sehr schön, sehr kurzweilig und unterhaltsam.

Ich habe den Kommissar jedenfalls so ins Herz geschlossen, dass ich den ersten Teil auf alle Fälle lesen werde, da dies mein erster Roman des Autors war. Ich freue mich schon auf die nächsten Krimis von ihm, die hoffentlich folgen und sicher in meinem Bücherregal landen werden, dann aber als Schmankerl für den Urlaub,  denn es hagelte schon Beschwerden, ich wäre nur noch mit Buch anzutreffen.  

So schließt sich der Kreis indem ich sage:" Unbedingt lesen"   

         

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Meine Empfehlung für das Kompetenzteam der geplanten Winterspiele 2018 in Garmisch-Partenkirchen: Holt Jörg Maurer mit an Bord! “Hochsaison” sein zweiter Alpenkrimi schafft es spielend Sympathie für den Ort und seine, wenn auch fiktiven, Bewohner zu wecken.

 

Traditionelles Neujahrsskispringen in Garmisch-Partenkirchen. Alles was Rang und Namen hat tummelt sich in dem malerischen Ort an der Loisach. Das Interesse für den Sport ist nebensächlich. Gut präsentieren und Sicherheit demonstrieren will man von offizieller Seite. Schließlich ist auch der IOC-Präsident Jacques Rogge angereist. Ihn gilt es von der Olympia-Bewerbung zu überzeugen. Der katastrophale Sturz des dänischen Skispringers passt daher nicht ins Konzept. Hartnäckige Gerüchte, dass keineswegs menschliches Versagen die Ursache für den Unfall war machen die Runde. Ein Attentat ohne erkennbaren Hintergrund?. Als die Ermittlungen wegen fehlender Hinweise eingestellt werden sollen, taucht unvermutet ein Bekennerschreiben auf. Weitere Anschläge drohen. Kommissar Jennerwein nimmt erneut die Fährte auf und ist schon bald hinter einem äußerst raffinierten Serientäter her.

 

Jörg Maurer ist nicht nur Krimiautor sondern auch Musikkabarettist. Das merkt man seinem Buch an, so leichtfüßig und heiter kommen seine Figuren daher. Beschwingt ist der Grundton der das ganze Buch durchzieht wie eine fröhliche Melodie. Maurer erzählt aus der Sicht seiner jeweils handelnden Figur. So ist der Leser immer mitten im Geschehen und den polizeilichen Ermittlern oft auch einen Schritt voraus. Der Spannung tut dies keinen Abbruch. Dieser Krimi lebt nicht vom üblichen Nervenkitzel. Die skurrilen Figuren mit ihren fein herausgearbeiteten Eigenheiten sind es, die den besonderen Reiz ausmachen.

 

Der Zither-Beppi, der “bei Bedarf auch musikalische Abartigkeiten wie eine Zitherfassung von Highway to Hell aus dem Ärmel zaubert”. Oberforstrat a.D. Willi Angerer, respektabler Waidmann mit einem unerschöpflichen Vorrat an Skisprung-Anekdoten. Die Bäckerei Krusti, zentral gelegener Treffpunkt für alle die nicht nur jeden Tag neue Semmelvariationen (z.B. die “Barack-Obama-Semmel: dunkles Snack-Stangerl, bestreut mit weißem Mohn, wer es nicht glaubt, fahre hin”) sondern auch brandaktuelle Informationen wollen, bevor sie am nächsten Tag in der Zeitung stehen. Karl Swoboda, “Problemlöser“ aus Österreich. Der Profikiller löst die ihm gestellten Aufgaben gern unblutig und trickreich. Sein Motto: “Mit Gewalt erreichst du doch gar nichts!”

 

Diese Liste könnte man noch um einen größenwahnsinnigen arabischen Milliardär, eine Schundroman lesende Pensionswirtin mit wachsamen Augen oder eine Event-Agentur mit “besonders ausgefallenem Nervenkitzel für Extremtouristen” anfügen. Jörg Maurer hat seiner Phantasie keine Grenzen gesetzt. Der einzige ruhende Pol im überschäumenden Gewirr ist Kommissar Hubertus Jennerwein. Gelassen und besonnen, lässt er sich auch von den widrigsten Umständen nicht aus der Ruhe bringen.

 

Am Ende hat Maurer, wie es sich für einen guten Krimi gehört, einige Leichen angehäuft. Er hat den Leser auf viele falsche, aber umso vergnüglichere, Fährten gelockt. Er hat mit viel Gespür für menschliche Schwächen und Eitelkeiten wunderbare Situationen voller Sprachwitz und grotesker Komik geschaffen. Zufrieden legt man dieses Buch aus der Hand und freut sich schon auf den nächsten Alpenkrimi.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

5

Es war gute Unterhaltung und ich hatte viele vergnügliche Lesestunden. Mir gefiel der ironische Stil und das auf die Schippe nehmen der vorherrschenden Trends und Verhaltensweisen der Menschen. Ich wollte gar nicht mehr aufhören zu lesen, nicht nur um zu erfahren, wie es denn weitergeht, sondern auch, welche witzigen Ideen der Autor sich noch ausgedacht hatte und was noch alles kommen würde. Nervenkitzel und große Spannung muß wirklich nicht sein, wenn einem ein so wunderbarer Ersatz geboten wird.
 
Jetzt sind wir natürlich gespannt darauf zu erfahren, wer im wirklichen Leben die Olympischen Winterspiele 2018 ausrichten darf.

5

Abgesehen von den sechs Toten, passiert auf den 389 Seiten nicht gerade sehr viel. Wer hier also einen rasanten Krimi mit Road Runner - Verfolgungsszenen erwartet, sollte doch ein anderes Buch in die Hand nehmen. Aber: es wird ihm so einiges entgehen und er wird um ein großes Lesevergnügen ärmer bleiben.
Der Anfang sorgt ein bisschen für Verwirrung, aber mit etwas gutem Willen begreift man schnell, was in dem Buch eigentlich vorgeht.
Ein kleiner Kurort in den Alpen, ein beliebter Schauplatz verrückter Outdoor-Events für noch verrücktere Manager und Führungskräfte. Bei einem wichtigen Skispringen stürzt der dänische Skispringer in die Tiefe. Das ist nicht gut, weil sich der Kurort für die Organisation der Olympischen Winterspiele 2018 bewirbt. Erst denkt man an Unfall, aber einer der gut aufgepasst hat, hegt den Verdacht, der Skispringer wäre unter Beschuss geraten. Erst deutet nichts darauf hin – es fehlen jegliche Spuren und wichtige Beweisstücke. Doch mit der Zeit verdichtet sich der Verdacht und die Polizei schickt den Kommissar Jennerwein mit seinen Ermittlern in den Ort. Die Polizisten suchen einen Täter, der Bekennerbriefe schreibt und mehrere Anschläge im und um den Ort ausübt. Niemand merkt, dass chinesische Agenten hier auch auf ihr Ziel arbeiten: sie wollen diese Winterspiele zu sich nach China holen und dazu ist ihnen jedes Mittel recht. Weil sie alleine nicht richtig vorwärts kommen, holen sie sich Hilfe in der Person eines „Problemlösers“, der sonst für die italienische Mafia agiert. Wie es weiter geht werde ich nicht verraten. Ich kann nur sagen: selbst lesen!

Das Buch hat mich derart begeistert, dass ich mir schon überlegt habe, ob ich – Preuße durch und durch – nicht doch ein Bayer-Fan werden sollte. Es ist schon lange her, dass ich so viel Freude beim Lesen eines Krimis hatte.
Die ganze Geschichte und Handlung sind absolut unglaubwürdig und überzogen und der Wirklichkeit so weit entfernt, wie Till Eulenspiegel. Aber spannend und amüsant und unterhaltsam ist es auf jeden Fall.
Die Personen sind sehr plastisch und überzeugend mit ihren Macken. Meine Lieblingsfigur ist der Zitherspieler Beppi mit seiner Bescheidenheit und seinem unwiderstehlichem Charme ;-)
Alle Personen sind sehr lebendig dargestellt (außer nach dem Ableben). Natürlich wimmelt es hier von den Klischees, die aber auch der Handlung dienen.
Die Sprache und Redegewandtheit des Autors faszinieren mich. Schon seine Entfernungsangaben (fünf Speewürfe, drei Krähenschreie, zwei Steinwürfe) sind trefflich.
Worterfinderisch ist er auch.
Ideen sprudeln nur so aus dem Kopf des Autors – die Outdoor-Events auf Seite 93 sind eine Klasse für sich, die Wiederbelebungsszene auf dem Friedhof einfach köstlich.
Ich muss zugeben: der Autor neigt zur adjektivischen Übertreibung, hier und da gibt es einige Längen. Der Autor mochte sich wohl von seinen Worten nicht trennen. Das nehme ich ihm allerdings nicht übel, weil mir das Buch sehr gut gefallen hat.

5

Beim Skispringen in einem alpenländischen Kurort, stürzt dein dänischer Skispringer plötzlich ab. War es ein Unfall oder ein Mordanschlag? Kommissar Jennerwein wird zum Einsatz gerufen und plötzlich sieht er sich nicht nur einem abgestürzten Skispringer, sondern auch noch einem Schreiber von Bennerbriefen gegenüber, der sich, wie es zunächst scheint, nur wichtig machen will, doch da haben Kommissar Jennerwein und sein Team ihn unterschätzt. Und auch die beiden Chaoyanger, die sich eigentlich nur für eine Woche in der Pension Alpenrose erholen wollten, halten sich dort hartnäckig. Auf den ersten Blick unscheinbar, treiben jedoch auch sie ihr Unwesen und bringen den Kommissar ganz schön ins Schwitzen...

Die Idee zu diesem Krimi hatte der Autor, wie er selbst sagt, schon als Kind beim Skispringen in Garmisch-Partenkirchen. Aus Langeweile überlegte er sich, wie es wohl wäre, die Skispringer zu beschießen. Als er diese Idee in einem Schulaufsatz umsetzte, rief man den Schulpsychologen. Doch die Idee, daraus einen Krimi zu machen, behielt er seit je her im Kopf und hat sie nun endlich umgesetzt.

Dies war mein erster Alpenkrimi und ich bin so begeistert, dass ich mir direkt den ersten nachbestellt habe. Da die Bücher in sich abgeschlossen sind, ist es kein Problem, sie einzeln zu lesen.

Da auf verschiedenen Ebenen, teils aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt wird, muss man am Anfang zuerst ein wenig sortieren, man kommt aber schnell rein und merkt, dass dieses erzählerische Hilfsmittel, mit kurzen Kapiteln, die Spannung in die Höhe treibt. Ich habe dieses Buch in zwei Tagen durchgelesen, konnte es kaum aus der Hand legen. Und selbst bis zum Schluss, kann man zwar einen kleinen Verdacht hegen, wer der Briefeschreiber ist, weiß es aber nie genau.

Natürlich zieht man einen Vergleich zu Kluftinger Krimis, die jedoch von der Sympathie und EIgenheit des Kommissares bzw. der Hauptfiguren leben. Dieser Krimi lebt vor allem durch die Nebenfiguren und kleine, überall in die Geschichte eingebaute Details. Gibt es z. B. die Pensionsbetreiberin Margarethe, die ständig Groschenromane liest, oder den Zither Beppi, der auf der Zither Highway to hell spielt und ständig mit VIP`s verkehrt oder Frau Ilse Schmitz, die um auf der Karriereleiter, ständig an Incentive Events teilnehmen muss und nicht zu vergessen Pierre Brice...

Alles in allem ein spannender, größtenteils unblutiger, obwohl es Tote gibt, gut durchdachter, manchmal auch etwas unrealisticher, Krimi mit Charme.

2

Ja, das ist er nun, mein erster stolzer Gewinn und mein erster Alpenkrimi. Leider hielt die Freude nicht lange an und den ersten guten Eindruck aus der Leseprobe muss ich revidieren.
Es fällt schwer, dieses Buch inhaltlich zusammenzufassen, da geht zu viel durcheinander, es gibt zu viele Handlungsstränge, die nebeneinander herlaufen und am Ende nur recht holprig zusammenfinden.
Es beginnt mit einem Attentat auf den dänischen Skispringer Age Sorensen, das nicht aufgeklärt werden kann. Drei Monate nach dieser Tat erreicht die Polizei ein anonymes Bekennerschreiben, in dem der Täter noch weitere Vergehen ankündigt. Kommissar Jennerwein und seine Leute machen sich nun auf die Suche nach diesem Mann, nebenbei wuseln aber noch zwei undurchsichtige Asiaten durch die Alpenwelt, samt Problemlöser der Mafia, der ihnen mehr oder weniger hilfreich zur Seite steht. Ebenfalls Teil des Alpenpanoramas sind Führungskräfte, die in den unsinnigsten Kostümierungen Teil eines Management-Events sind und nicht zu vergessen die gesammelte Prominenz, die rund um den Kurort natürlich auch nicht fehlen darf.
Klingt wirr? So habe ich mich während der Lektüre auch gefühlt. Mir war klar, dass mich mit "Hochsaison" ein untypischer, weil eher humoriger Krimi erwartet, aber insgesamt empfand ich das Ganze dann doch als zu klamaukig und zu überzogen. An einigen Stellen gab es für mich auch logische Lücken, doch damit würde ich dem jetzt noch optimistisch und lesewillig gestimmten Leser zu viel verraten. Das alles hätte man noch verzeihen können, wenn die Spannung einen abgelenkt hätte, nur leider war mir schon sehr früh klar, wer der Schreiber dieser ominösen Bekennerbriefe ist.
Doch ich will nicht nur klagen, es gab auch schöne Passagen, denn Jörg Maurer besitzt einen wunderbaren Sprachwitz, in dessen Genuss man während der Lektüre wirklich oft kommen durfte.

http://leseturm.blog.de

4

Vorweg: Dies ist der zweite Alpenkrimi mit Kommissar Hubertus Jennerwein. Er ist in sich abgeschlossen. Man muss den ersten also nicht gelesen haben, um dem Geschehen folgen zu können.

Die Handlung ist in einem Kurort im Werdenfelser Land (Garmisch-Partenkirchen) angesiedelt. Es beginnt mit dem Neujahrs-Skispringen. Winter ist dort logischerweise Hochsaison. Grob gesagt, teilt sich das Buch in zwei Handlungsstränge. Einmal schreibt ein Unbekannter schon im Voraus Bekennerbriefe an Kommissar Jennerwein. Die Täter des anderen Stranges kennt der Leser, der Kommissar jedoch nicht. Es werden mehrere mehr oder weniger schwere Verbrechen verübt. Die Polizei geht zunächst von einem Serientäter aus, der all diese Taten verübt hat und den sie den „Marder“ nennt. Witzig ist es, wie den Ermittlern kleine Fehler und Nachlässigkeiten unterlaufen, obwohl sie auf der richtigen Fährte sind, durch die Fehler aber in die Irre geleitet werden.

Anfangs verwirrten mich die vielen Personen und Schauplätze etwas, doch später fand ich den roten Faden in der Handlung. Von da an war es ein sehr schönes Lesevergnügen. Jörg Maurer hat hier einen heiteren Krimi geschaffen, der angefüllt ist mit Klischees aller Art und deshalb sehr humorvoll wirkt. Die bayerischen Ausdrücke bzw. Dialoge gefielen mir recht gut, das passte einfach. Es wurden immer wieder neue Verdächtige präsentiert, wobei ich den echten Marder dann schon relativ früh im Verdacht hatte. Aber da waren ja noch weitere Täter, die verfolgt werden wollten. So hielt sich die Spannung dann doch bis zum Schluss. Konsequent hat Maurer das Buch beendet, indem er alle angefangenen Sachverhalte zu einem schlüssigen Endpunkt geführt hat.

Sehr gut gefällt mir auch das Cover mit der Kuh, die aus dem Fenster schaut inmitten der für das Werdenfelser Land typischen Lüftlmalerei.

Mein Fazit: ein solider regionaler Krimi mit viel Humor
 

5

Ich finde diesen Krimi einfach super er hat Witz Spannung und ist sehr unterhaltsam konnte ihn gar nicht mehr aus den Fingern legen.

Er ist kein Thriller das ist klar das Gänsehautgefühl fehlt aber das soll es ja auch gar nicht sein.

Ich finde es hat alles was ein guter Krimi braucht.Zwei "parralel" laufende Fälle einen "Marder" über den man selber sehr viel nachdenken kann und doch nicht wirklich drauf kommt da man immer wieder in eine andere Richtung gelenkt wird.

Mein Fazit:Unbedingt lesen

1

Ich weiß nicht genau, was ich über diesen "Alpenkrimi" von Jörg Maurer schreiben soll.

Tja, ein nicht bestehendes "Bekennerschreiben" eines zukünftig potenziellen Täters, immer der Polizei ein Stück vorraus. Ein Skispringer, der plötzlich abstürzt, Olympia - Funktionäre, die Standorte für Olympia-Austragungsorte besichtigen und auswählen, aber sonst.....

Den "Alpenkrimi" von Jörg Maurer - Hochsaison, hab ich mir ganz anders vorgestellt. Spannender, Interessanter, nicht dem mehr ins nicht so ganz ernst zu nehmende Metier reingefallene zu sein.

Die Wortgeplänke zwischen Kommisar Jennerwein und seiner Kollegin aus Gelsenkirchen, oder das Wortgeplänkel mit dem Meteorologen über den Schnee, der evtl. nach Dubei kommt oder den man dorthin bringen müsste, war nicht sehr unterhaltsam.

Im Prinzip sehr gut angefangen aber dann, gähnende Langeweile.

Ich bin nicht der Leser leichter Kriminal-Lektüre, für mich muss spannenderes her. So eine Lektüre, die man richtig als Krimi oder Thriller verschlingen kann.

Das Cover selbst ist sehr gut gemach und obwohl auf dem Buch steht "Unbedingt lesen", ich werde diesen "Alpenkrimi" nicht weiterempfehlen können.

Schade, ich hatte mehr erwartet.

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