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Pietro arbeitet als Assistenzarzt im Krankenhaus. Sein Alltag ist eigentlich ein ganz normaler, wird aber mit sehr viel Selbstironie und Sarkasmus beschrieben: Wie er den Tag nur mit Aufputschmitteln überlebt, oder wie er durch einen "Unfall" eine kontaminierte Spritze in den Arm bekommt.
Darüberhinaus erfährt man, das Pietro früher als Auftragskiller für die Mafia gearbeitet hat. Nach dem Tod seiner Freundin hat er aber ausgepackt und ist nun im Zeugenschutzprogramm. Wieso er nicht in eine andere Stadt gebracht wurde, wird dabei aber nicht klar. Eines Tages kommt es, wie es kommen muss: Einer seiner Patienten erkennt ihn. Und so ist es mit dem Frieden vorbei. Jeden Moment wartet er darauf, dass seine Killer kommen. Nebenbei rettet er noch einem Mann das Leben, einem Mädchen das Bein und erzählt die Geschichte seines Lebens.
Wirklich fesselnd geschrieben und besonders die Fussnoten machen immer wieder Freude :)
Ein Assistentarzt mit Vergangenheit ist die Hauptperson in Josh Bazells "Schneller als der Tod". Der Humor von Peter Braun ist sehr "schwarz", und seine Gedanken spiegeln eine breite Palette wieder. Er schuet sich nicht, auch solche Themen wie überlastetes Pflegepersonal, Drogenmißbrauch oder Töten wie selbstverständliche Übel einfließen zu lassen. Auch einige Anatomiekenntnisse werden vermittelt. Das Buch liest sich einfach toll, flüssig, wie eine besonders leckere Tafel Schokolade, bei der man nicht aufhören kann, bevor sie alle ist. Bis zum Schluss bleibt alles offen und spannend.
Die Handlung spielt auf 2 Ebenen. Wir lernen Peter als besorgten Arzt kennen, der Leben retten will, während die zweite Handlungsebene zeigt, wie er als Pietro damals zum Maffiakiller wurde und was danach kam. Peter ist im zeugenschutzprogramm, aber ein Patient erkennt ihn wieder - und damit beginnen seine neuen Probleme. Statt sofort zu fliehen, versucht Peter alles, um als guter Arzt für seine Patienten da zu sein, wie sein Großvater. Mit der Ermordung seiner Großeltern fing eigentlich alles an, weil der Wunsch nach Rache den jungen Pietro auf die schiefe Bahn brachte.
Die Ereignisse überstürzen sich - auf beiden Ebenen. bis am Schluß wieder alle Fäden in einem großen "Showdown" zusammenlaufen...
Ich kann diese Buch jedem Fan von spannenden Krimis wirklich nur ans Herz legen.
Eine interessante Story, rasant und witzig erzählt!
Der Arzt Peter Brown wird mit seiner früheren Mafia-Killer-Vergangenheit konfrontiert, als ein alter Bekannter, ein Mafioso, in dem Krankenhaus eingeliefert wird, in dem er arbeitet. Da er im Zeugenschutzprogramm ist, ist sein Leben in Gefahr, als der Mobster ihn erkennt.
Die Geschichte des Buches spielt sich nur an einem Tag ab. Zwischendurch erzählt Pietro Brnwa, wie der Arzt in Wirklichkeit heißt, von seiner Vergangenheit, wie er zum Mafia-Killer wurde und sein Leben als Solcher. Gut umgesetzt finde ich, dass die Geschichten der Vergangenheit und der Gegenwart Kapitelweise wechseln.
Die Erzählstil ist derb und locker und der Umgang mit den Patienten in dem Krankenhaus sehr rüde. Das wirkt erstmal schockierend auf den Leser. Aber man gewöhnt sich schnell an diesen Stil. Dennoch ist das Buch sehr witzig geschrieben, sodass ich einige Male sogar laut auflachen musste. Ich wurde schnell in seinen Bann gezogen, und fand den Erzählstil klasse.
Und mir hat auch gefallen, dass der Autor über ein sehr fundiertes medizinisches Wissen verfügt, dass er dem Leser mittels Fußnoten anschaulich und amüsant erklärt.
Aber das Ende ist wohl ziemlich weit hergeholt. Ich glaube nicht, dass das ein Mensch mit sich machen könnte.
“Schneller als der Tod“ ist ein Muss für jeden, der auf Thriller und schwarzen Humor steht, und “Dr. House“ mag.
Ein Tag im Leben eines ehemaligen Mafiakillers, der jetzt als Arzt an einem Krankenhaus arbeitet...
Der Autor gibt uns einen Einblick in das Leben von Pietro, wir erfahren wie er zur Mafia kam, wie er mit ihr lebte, was der Grund für ihn war sie wieder zu verlassen und warum er jetzt Arzt ist und wie er das wurde.
Alles lief für Pietro gut in seinem neuen Leben im Zeugenschutzprogramm, eer war nicht unbedingt glücklich, aber zufrieden. Bis zu dem Tag an dem er ein Zimmer eines Patienten betrat und der ihn als Mafiakiller wiedererkannte. Dieser droht ihm wenn er ihn tötet, wäre er kurz darauf der nächste. Blöd nur, das der Patient leider kaum eine Chance hat die OP zu überstehen....,
Mir persönlich hat die Leseprobe sehr viel besser gefallen als das Buch. Da es aber flüssig geschrieben ist und auch nicht sonderlich dick, habe ich es zügig durchgelesen. Es war ok, hat mich aber nicht sonderlich vom Hocker gehauen. Die Fußnoten fand ich nervig und nicht unbedingt lesenswert.
wird Pietro als er aus dem Mordgeschäft aussteigt.Als Auftragskiller für die Mafia verdingt er sich,bis in die Polizei erwischt und er hinter Gittern landet.Er macht einen Deal mit der Staatsanwaltschaft und kommt ins Zeugenschutzprogramm,wo er eine Ausbildung zum Arzt machen kann.In dem Krankenhaus,in dem er dann arbeitet,weiss keiner von seiner Vergangenheit und Pietro fühlt sich sicher.Bis eines Tages ein Patient eingeliefert wird,der ihn von früher kennt und nicht gut auf ihn zu sprechen ist.Ab sofort ist Pietro nicht mehr sicher und es beginnt eine gnadenlose Jagd und ein Kampf ums Überleben.
Ein gelungener Einstieg des Autors Josh Bazell,der hoffentlich noch mehr solch gelungener Bücher schreibt.Eine mitreissende Geschichte die sehr spannend ist und durch die Fussnoten eine spezielle Note erhält.Trotz des ernsten Hintergrundes bringt Bazell es fertig,immer wieder Szenen zum Schmunzeln einzubringen und man möchte das Buch nicht aus der Hand legen.
ich habe das Buch gleich noch von meinem Lebensgefährten lesen lassen und wir kamen beide zu dem gleichen Urteil: ein sehr vielversprechendes Debüt.
Pietro Brwna, ehemaliger Auftragskiller für die New Yorker Mafia, steigt aus und wird mit Hilfe des zeugenschutzprogrammes WITSEC Arzt in einem New Yorker Krankenhaus. Hier praktiziert er als Peter Brown und ist mit Leib und Seele Arzt. Eines Tages will er nach einem neuen Patienten schauen und fällt fast rückwärts wieder aus dem Zimmer, als er in ihm einen alten Mafia"freund" erkennt. Dieser totkranke Bekannte verpfeift seine neue Identität natürlich. Sollte er sterben, was sehr wahrscheinlich ist, dann würde die Matia auch Pietro- Peters Leben ein Ende setzen. Ein Kampf ums Überleben- in doppeltem Sinne- beginnt.
Das Buch ist zweigeteilt: jedes zweite Kapitel handelt von Pietros vergangenheit bei der Mafia und wie es überhaupt kam, dass er zur Mafia kam und wieder raus musste. . Mir persönlich haben die Krankenhauskapitel mehr zugesagt, mein Lebensgefährte mochte die Mafiakapitel mehr. Sie waren aber keineswegs störend, meiner Meinung nach ist aber die Spannungskurve etwas abgefallen. Die Fussnoten, die des Öfteren auftauchen und gerade in den krankenhauskapiteln Licht ins Dunkel bringen, waren stets amüsant und interessant und Barzell hat es tatsächlich geschafft, sie so einzustreuen, dass sie den Lesefluss nicht stören. Nicht einmal dann, wenn sie auf der nächsten Seite weitergehen. Das Buch ist teilweise recht brutal, besonders gegen Ende zu. Mich störte das weniger, auch wenn sich mir teilweise der Magen umdrehte.
brutalität, Witz, Sarkasmus und Ironie sind in diesem rasanten Buch auf nahezu jeder Seite zu finden. Es macht einfach Spaß, sich durch Pietros Geschichte zu kämpfen und ich war etwas enttäuscht, als das Buch dann doch irgendwann zu Ende war. Wie der Klappentext schon zutreffend beschreibt: Dr House meets Quentin Tarantino. ich finde aber, dass auch eine Spur der Serie Burn Notice mitschwingt. Wenn Pietro erzählt, höre ich im Hinterkopf die Stimme aus Burn Notice.
Das Pietro mal ein Auftragskiller für die Mafia war,weiss in dem Krankenhaus in dem er jetzt als Arzt arbeitet,niemand.Er sagte gegen seine damaligen Auftraggeber aus und kam in ein Zeugenschutzprogramm,wo er eine Ausbildung als Arzt machte.Pietro sieht seinen Beruf als eine kleine Wiedergutmachung an,früher tötete er Menschen,heute versucht er sie zu retten.Die würde er wohl immer noch tun,wäre da nicht ein Patient,der ihn aus seiner früheren Zeit kennt und in an die ehemaligen Auftraggeber verrät.Damit ist alles nicht mehr wie es war und für Pietro beginnt ein Kampf ums Überleben...
Wenn man normalerweise einen Krimi liest,ist das eine durchgehen ernste Angelegenheit.In diesem buch schafft es Josh Bazell,die Geschichte immer wieder mit einem Hauch Humor zu unterstreichen.Durch die Fussnoten,die sehr gekonnt lehrreich und witzig zugleich waren,bekam das Ganze eine nette Abwechslung.Selten hat ein Buch so viel Tempf,Spass und Unterhaltung gebracht.Ich werde den Autor auf jeden Fall im Auge behalten und will mehr von ihm lesen.
Ein ehemaliger Killer für die Mafia - Bärentatze genannt, wird nach einem Auftragsmord festgenommen, und bald darauf ins WITSEC, dem Zeugenschutzprogramm des FBI, aufgenommen. Er praktiziert daraufhin mit neuer Identität als Arzt in einem zweitklassigen New Yorker Krankenhaus. Doch mit der Anonymität ist es vorbei, als ein alter Feind aus Mafiazeiten mit Krebs im Endstadium eingeliefert wird. Sollte er tatsächlich sterben, würden Pietros ehemalige Mafiakumpanen auftauchen und nicht nur die Karriere Pietros als Arzt wäre vorüber.
Eigentlich hätte der Roman (ich benütze absichtlich nicht das Wort Thriller) alle Zutaten für eine spannende Geschichte. Leider pendelt der Autor zwischen blutrünstigen Schilderungen und satirischen Elementen hin und her. Letztere versucht er dem Leser hauptsächlich durch einfaches, teilweise vulgäres Vokabular zu verkaufen um damit die über weite Strecken erbärmlichen und absolut konstruierten Handlungen zu kaschieren. Sozusagen der Hero allein gegen die Mafia. Demnach hat diese lauter Vollkoffer und Statisten in ihren Reihen, die nur blöd aus der Wäsche gaffen (um im Jargon des Autors zu bleiben). Wer sonst, als ein "Hero" schaffte es, eine Nacht in einem Haifischbecken, mit seiner Geliebten an der Wand hängend, zu überleben und diese auch noch „zu lecken bis sie kommt“? Ganz abgesehen davon, dass er sich – ohne Narkose versteht sich – absichtlich ein Wadenbein bricht und sich dieses mit bloßen Händen aus dem Fuß reißt, um damit einen seiner Kontrahenten zu erdolchen. Wie er die restlichen Mafiosi in dieser Szene überwältigt, weiß scheinbar auch der Autor nicht, denn der Protagonist kann sich an nichts mehr erinnern, als er „nach getaner Arbeit“ im Krankenbett aufwacht. Eine recht billige Variante des Autors sich aus der Affäre zu ziehen, nachdem er sich in eine Situation ohne Ausweg hineingeschrieben hat.
Gut gelungen sind lediglich die zynisch-kabarettistisch überzeichneten Schilderungen des Klinikalltags. Dafür gibt es zwei Sterne. Insgesamt war es jedoch ein eher enttäuschendes Leseerlebnis.
Ein schneller Krimi...rasant, gelegentlich widerlich, aber fesselnd.Naja und das Buch wäre wohl nicht das, was es für mich wäre, wenn es nicht auch irgendwie ein "jüdisches" Buch wäre. Ein jüdischer Mafiakiller, der zunächst den Mördern seiner Großeltern auf der Spur ist, jenen Menschen, die doch dem großen Mord in Auschwitz entkommen konnten... Mit, wie ich finde amüsanten Seitenhieben schafft es Bazell den Blick von innen zu zeigen. Der Buchrücken spricht von Dr. House...nun ja, ich würde eher sagen, Dr. House ist was für Zartbesaitete. Gelegentlich wurde selbst mir schon etwas anders bei der Lektüre, denn es wird deutlich gesprochen - sehr deutlich. Ich habe es genossen...ich weiß aber, für den Krimifreund, der defiziele Handlungsstränge mag, ist es nichts. Einfach nur ein Buch, das sich gut weglesen lässt, unterhaltsam ist und einem noch einiges über Medizin beibringt, dass man weder bei Dr. House, noch Emergency Room gelernt hat. Mir hat es riesigen Spaß gemacht und irgendwie bin ich jetzt traurig, dass es schon vorbei ist.
Die Leseprobe hatte mich nicht so richtig in ihren Bann gezogen. Dem Buch bin ich aber sofort verfallen. Es ist herrlich böse, makaber, surreal, urkomisch, einfach Oberklasse. Nun aber zum Inhalt. Wir haben hier mit zwei Ebenen zu tun: die erste ist ein einziger Tag im Leben eines Assistentarztes in einem US-Hospital. Die zweite ist das ganze zweite Leben des benannten Arztes, und dieses Leben ist nicht ohne.
Unser Arzt, Pietro, ist ein Ex-Killer der Mafia, seit einer Zeit im Zeugenschutzprogramm, also untergetaucht. Wegen der Liebe wollte er mit dem Morden aufhören, seine Geliebte hat er aber verloren. Er wird von seinem früheren Freund - nun aber Erzfeind - gesucht und gefunden. Was allerdings im Krankenhaus so passiert, steht dem Killerleben im nichts nach. Da lesen wir hier von unwilligem und inkompetenten Personal, von Metzger-Ärzten auf Ego-Tripp und anderen widrigen Umständen.
Der Stil mag anfangs den Leser irritieren, aber ich finde, das ist der einzig richtige für diese Geschichte. Nur so erzählend kann die Haupfigur mit der ganzen grausigen Vergangenheit fertig und nicht verrückt werden. Die Perspektive ist sehr gut gewählt. Und nur so fällt der Autor richtig auf. Von dunklen Geschichten, dunkel geschrieben, gibt es übermäßig viel, aber von dunklen Geschichten im Comic-Stil nicht so viele. Und die hier ist richtig gut gemacht.
Woran der Autor noch unbedingt arbeiten sollte, ist die Erdkunde. Seine geographischen Angaben in Polen sind ziemlich abenteuerlich: warum Pietro aus Warschau nach Bialowieza ausgerechnet den großen Umweg über Lublin machen muß, wenn es auch direkt geht und warum er die 280 km Strecke zwischen Lublin und Krakau ausgerechnet in einem Schlafwagen im Nachtzug fährt , ist mir schleierhaft (in der Nacht muß man nämlich erst Mal nach Warschau zurück, dann umsteigen und erst dann geht es in Richtung Krakau. Also nix da mit schlafen. Am Tage gibt es direkte Verbindungen). Deswegen kriegt er einen Punktabzug.
Sonst kann ich das Buch nur wärmstens empfehlen.
Die Hauptperson Pietro ähnelt wirklich etwas Dr. House und die Story könnte aus einem Drehbuch für einen Tarantino-Film stammen.
Für Fans ist dieses Buch eine super Lektüre. Man darf nur nicht alles so ernst nehmen und sich zu sehr bildlich vorstellen, denn sonst findet man sich gedanklich als Assistenz bei einer Live-OP wieder.
Manche Fußtexte kann man getrost überlesen, denn der Handlung kann man trotzdem ohne Probleme folgen.
Die Story zeigt: Egal wo man sich versteckt, vor der Vergangheit kann man nicht weglaufen. Sie holt dich immer wieder ein.
Es ist jetzt nicht so, dass ich so lange für das Buch gebraucht hätte. Durch hatte ich es bereits nach 3 Tagen...nur leider keine Zeit gehabt früher darüber zu schreiben, was meiner Meinung nach auch gut ist denn das gibt auch Zeit um über das Gelesene nachzudenken.
Das Buch ist mal wieder typisch amerikanisch. Mir ist bereits bei vielen Büchern aufgefallen, vor allem bei den neueren, dass sie so aufgebaut sind, dass zwei oder mehr Erzählstränge parallel laufen und abewechselnd Kapitel für Kapitel aufgebaut werden. Das ist natürlich eine gute Idee die für Spannung sorgt aber irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass Autoren allesamt eine Schulung machen und dann alle auf gleiche Art schreiben ;) muss aber nicht schlecht sein.
In diesem Fall ist es auch so, dass es zwei Erzählstänge gibt: Das Leben jetzt und die Arbeit im Krankenhaus und den zweiten, der den Weg zur Mafia überhaupt geebnet hat. Mich hat das Krankhaus wenig interessiert, ich schau auch ungerne diese ganze Ärzteserien, die zur Zeit das TV überschwemmen. Aber dadurch, dass das nächste Kapitel wieder Spannung versprach blieb man natürlich dran :)
Auch fand ich die Fußzeilen sehr lesenswert aber nicht gut gelöst. Mir wäre das im Buch "eingebaut" lieber. Viele Sachen erscheinen auch sehr karikiert und total überdreht.
Ein spannendes Buch für Zwischendurch aber auch nicht mehr. Ein Buch das genau so schnell wieder vergessen wird weil es einfach nur auf der Welle mitreitet aber nichts Neues ist, nichts unvergessliches.
Das Buch Schneller als der Tod hat mir sehr gut gefallen, habe das Buch in 2 Tagen druchgehabt. Allerdings kann ich auch sagen, dass es jetzt nicht um ein Buch handelt, welches man unbedingt gelesen haben muss.
Der Roman wird durch die Ich-Perspektive erzählt, aus der Sicht des EX-Mafiosis, der jetzt als Arzt in einem (nach der Beschreibung her) ein heruntergekommenes Krankenhaus arbeitet. Der Aufbau des Buches ist sehr intressant, es wird einmal aus seinem jetztigen Leben erzählt, was er z.B im Krankenhaus erlebt, parallel dazu wird geschildert wie er überhaupt zu einem Mafiosi geworden ist. Das ganze wird irgendiwe total trocken und an einigen Stellen total lustig beschrieben. Diese Schreibweise hat mir total gut gefallen, da es definitiv was anderes ist als das Herkömmliche.
Wem würde ich das Buch empfehlen: Allen die eine nette Lektüre suchen, auch zum verschenken sehr geeignet... Was ich auch sehr gut finde ist, dass das Buch 300 Seiten hat, ist meiner Meinung nach eine angemessene Länge. Kann mir das ganze auch gut als ein Hörbuch gut vorstellen.
Habe ganz vergessen zu erwähen, als ich das Ende gelesen habe, war mir total schlecht... hier werde ich nicht weiter draufeingehen, will ja nicht zu viel verraten...
...nicht mehr und nicht weniger.
Zugegeben, etwas mehr hatte ich nach der Leseprobe schon erwartet, denn der Beginn ist ungewöhnlich und fesselnd.
Das Buch besteht aus 2 Handlungssträngen.
Der aktuelle beschreibt Peters "Arbeit" im Krankenhaus, soweit man in diesem Fall von Arbeit sprechen kann, es ist wohl eher eine Parodie auf den normalen Klinikalltag. Aber witzig und gut zu lesen.
Dagegen fällt der zweite Handlungsstrang etwas ab. Hier wird Peters (oder Pietros, wie er damals hieß) Vergangenheit geschildert, der Leser erfährt, wie er in die Fänge der Mafia geriet .
Diesen Teil finde ich persönlich etwas langweilig.
Trotzdem habe ich das Buch an einem Tag gelesen und mich gewundert, dass ich so schnell durch war.
Das spricht für den Schreibstil des Autors.
Kein absolutes Highlight, aber für einen Erstling nicht schlecht.
„Von Josh Bazells unverschämt witzigem Roman über einen zum Arzt gewandelten Mafiakiller würde Ihnen die Ärztekammer sicher abraten. Ignorieren Sie das. Dies ist das einfallsreichste Buch des Jahres.“ USA TODAY
Dieses Zitat auf dem Buchcover weckt große Erwartungen. Die im Vorfeld veröffentlichte Leseprobe erfüllte diese für mich sogar. Jedenfalls war ich hocherfreut, dass ich schon wieder aus dem Lostopf gezogen wurde und das am 11.05.2010 erschienene Buch zum testlesen und rezensieren nach Hause geschickt bekam. Da mich die Email mit der Information, dass ich es bekommen werde, bereits eine gute Woche vor Erhalt erreichte, hatte ich auch genügend Zeit, mich noch ein bisschen im Netz über den Autor zu informieren.
===Josh Bazell===
Auf den Internetseiten des Focus fand ich unter dem Titel: „Dr. House“ mit Mafia-Hintergrund ein sehr amüsantes Interview mit dem Autor, welches ihn mir regelrecht sympathisch machte. Vorschusslorbeeren sozusagen.
„Schneller als der Tod“ ist sein Debütroman. Der Autor, der Medizin und Literatur studierte, scheint aber Freude am Schreiben gefunden zu haben und ist gerade dabei, sein zweites Werk zu verfassen. Nach seinen im Netz auf verschiedenen Portalen veröffentlichten Aussagen entstand sein Erstling während seiner Arbeit als Medizinstudent in einem Krankenhaus, welches dem im Buch beschriebenen aber in keiner Weise ähnelt. Allerdings würde er auch Krankenhäuser kennen, die durchaus eher Irrenhäuser sind.
Wieder einmal konnte ich das Eintreffen des Buches kaum erwarten. Doch als es dann endlich kam, wollte ich zwar mein aktuelles Buch zur Seite legen, um gleich mit dem Lesen zu beginnen, fand aber erst einmal überhaupt keinen Zugang und fragte mich schon, was ich eigentlich an der Leseprobe gefunden hatte.
So las ich dann doch erst einmal die Fantasygeschichte zu Ende, in der ich gerade mittendrin steckte, danach noch ein Kinderbuch und einen Thriller, der gerade erschienen war und auf den ich, weil letzter Teil einer Trilogie, deren beiden ersten Teile ich voriges Jahr regelrecht verschlang, schon lange gewartet hatte.
Vor ein paar Tagen nahm ich „Schneller als der Tod“ dann noch einmal zur Hand. Und siehe da, ich war reif dafür.
===Ein ehemaliger Mafiosi als Arzt===
Der ehemalige Mafiakiller „Bärentatze“ ist ausgestiegen und in einem Zeugenschutzprogramm des FBI. In seiner neuen Identität wurde er Arzt und arbeitet jetzt in einem ziemlich abgewrackten Krankenhaus. Von den Zuständen dort mal ganz abgesehen, ist eigentlich alles gut, bis er eines Tages einen Patienten behandeln muss, der ihn von früher her kennt…
===Hier möchte ich nicht Patient sein===
Die Handlung besteht aus einer Mischung über die aktuellen Vorgänge in besagtem Krankenhaus und den Erinnerungen der Hauptfigur, aus der Zeit als diese noch Pietro Brnwa hieß, wie aus ihm der Mafiakiller Bärentatze wurde und warum er dem Ganzen wieder abschwor.
Sie gewinnt an Spannung, als der neue Patient seinen Arzt erkennt und von ihm sein Leben verlangt. Das ist jedoch bei Krebs im Endstadium fast illusorisch. So erlebt dann die Geschichte ihren Höhepunkt, als der Arzt, der um seine Zukunft fürchtet, im OP nicht nur um das Leben seines Patienten, sondern viel mehr um sein eigenes kämpft.
Der Autor legt von Anfang an einen locker fluffigen Ton an den Tag und schimpft alle Vorstellungen, die ich bisher von Ärzten hatte, Lügen. So braucht Doc seine tägliche Dröhnung um den Tag zu überstehen, was ich jedoch bei seinen Schilderungen über die Zustände in dem Krankenhaus, in dem er arbeitet, durchaus verstehen kann.
Schlag auf Schlag erzählt Doc Peter Brown, die Hauptfigur, aus der Ich-Perspektive was um ihn herum so passiert. Da geschehen wirklich ganz ungeheuerliche Dinge, die aber so forsch rüber gebracht werden, dass sie im Lesefluss einerseits wie das Normalste auf der ganzen Welt wirken, den Leser aber trotzdem zu einem ständigen Kopfschütteln bewegen. Man möchte irgendwie über die bildhaft intelligenten, sehr schwarzhumorigen Vergleiche lauthals lachen, andererseits jedoch wegen der beschriebenen Brutalität auch schreiend davon laufen.
Diverse Fußnoten, in denen der Autor etliche Zusatzerklärungen zu medizinischen Begriffen und auch der Mafia lieferte, störten mich anfangs extrem. Teilweise waren sie zwar witzig, oft empfand ich sie jedoch als unnütz, manchmal fast als prahlerisch. Vielleicht hätten mich diese Ergüsse in einem hinten angehangenen Glossar weniger gestört. Aber ich denke, das ist Ansichtssache.
Bei „Schneller als der Tod“ handelt es sich um eine sehr temporeiche Geschichte voller Sarkasmus und dunkelschwarzem Humor. Sie strotzt vor Satire und Kritik am Gesundheitswesen, an der Gesellschaft überhaupt. Selbst wenn dies vor allem auf die Verhältnisse in den USA anspielt, kann man es mittlerweile durchaus zum Teil auch auf Deutschland adaptieren. Das Ende wirkte auf mich dann regelrecht überhastet. Diesen Eindruck konnte auch die noch einmal gezielt hineingelegte Blutrünstigkeit nicht wettmachen.
Alles in allem hat mich das Buch schon unterhalten. Andererseits lässt es mich auch sehr nachdenklich zurück. Sind wir wirklich noch sehr weit von diesen überhöht dargestellten Schilderungen entfernt und wie viel ist ein Menschenleben überhaupt noch wert? Ein Lesestoff, der ganz bestimmt nichts für schwache Nerven ist und den ich persönlich auch nicht immer haben möchte.
S. Fischer Verlag 2010
Übersetzung: Malte Krutzsch
ISBN 978-3-10-003912-5
304 Seiten
Derzeit nur als gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag und Lesebändchen für 18,95 € im deutschen Buchhandel erhältlich.
Sarkastisch und selbstverachtent berichtet der Arzt Dr. Peter Brown von seiner Vergangenheit als Mafiakiller Pietro Brwna genannt "Bärentatze".
Ein Tag im Leben des Arztes mit allen Unzulänglichkeiten eines zweitklassigen Krankenhauses. Ein kleiner Überfall am frühen Morgen auf dem Weg ins Krankenhaus - eine tote Patientin mit normalen Vitalwerten - ein Diabetispatient der abhauen will - ein Mann mit Aschweh - eine junge Frau, der das Bein abgenommen werden soll - zwei übereifrige Studenten - ein Patien aus der "Familie" mit Krebs, der operiert werden soll und sich von "Bärentatze" bedroht fühlt - Operation an dem Mafiosi, die erst gut ausgeht - der Tod des Mafiosi durch falsche Nachbehandlung - die Bedrohung des Dr. Brown durch die Familie - die fast gelungene Flucht - die Rettung des Beines der jungen Frau durch eine seltene sich bewarheitende Diaknose - die Gefangennahme - aufgewacht im Kühlraum für Blutkonserven - Waffenbau aus dem Wadenknochen durch Selbstverstümmelung - Selbstverteidigung und Ausschaltung mit grandiosem Sieg über alle angreifenden Mafiosi - im Krankenbett und in Sicherheit aufgewacht.
Alles in Allem ein Tag wie jeder andere im Leben des Dr. Peter Braown.
Ein spitzenmässiges Buch mit eiskalten Zeilen. Vielen Dank Josh Bazell.
da wünscht man sich nicht, als patient im krankenhaus eingeliefert zu werden ;-)
der schreibstil von josh bazell war am anfang etwas schwer zu lesen durch die fußnoten, aber einmal vertieft in das buch, lies die geschichte einen nicht los.
dr. peter brown ist arzt in einem krankenhaus und schlägt sich dort mit den tücken des klinikalltags rum. eines tages wird ein patient eingeliefert, der die wahre identität von dr. brown kennt - mafiakiller. und nun heißt es, die tarnung aufzurecht zu erhalten. leichter gesagt als getan.
man erfährt von der kindheit dr. browns, als er noch pietro brwna hieß, und warum er mafiosi wurde.
mit jeder menge schwarzem humor und zynismus gelingt es bazell, die spannung über das gesamte buch zu halten und dabei zu unterhalten. ein gelungenes buch, das man lieber nicht im krankenhaus lesen sollte 
Und ich dachte immer meine Tage wären stressig, aber mit Dr. Peter Brown möchte ich keinesfalls tauschen. Ein Tag kann aber auch kein guter werden, wenn man schon morgens früh gegen 6.00 Uhr in einer kleinen Seitenstraße vor der Klinik, in der man arbeitet, von einem kleinen Gangster überfallen und mit der Waffe bedroht wird. Für Peter ist das auch unangenehm, aber halt nur unangenehm. Letztendlich weiß sich Peter oder auch Pietro oder auch Bärentatze ganz gut zu wehren - das macht die jahrelange Berufserfahrung als Profi-Mafia-Killer. Zu irgendetwas muss die Ausbildung, auch wenn sie lange zurück liegt und frühe Kindheitserinnerungen hoch holt, ja gut gewesen sein!
Kaum ist das geschafft, muss sich der Herr Doktor auch schon wieder um seine Patienten kümmern. Egal, ob er da schon eine lange Nachtschicht hinter sich hat. Wozu gibt es denn künstliche Aufputschmittelchen!?! Und was ihn da erwartet ist genauso gruselig und nichts für empfindliche Nicht-Krankenhaus-Seelen! (Jedenfalls hoffe ich, dass ich so schnell nicht ins Krankenhaus komme...)
Ach ja, besser wird so ein Tag auf keinen Fall!
Fazit: Wer auf bissigen Humor steht und sprachlich auch etwas "abkann", für den ist dieses Buch zu empfehlen - es sei denn, er liegt gerade im Krankenhaus! ;-)
ein gelungener mix aus spannung, action, bissigem humor und zynismus.
josh bazells schreibstil war etwas gewöhnungsbedürftig durch viele fachausdrücke und fußnoten, aber insgesamt doch gut zu lesen und einmal in der geschichte drin, konnte ich das buch kaum weg legen.
dr. peter brown ist arzt und rettet leben, aber was keiner weiß, in seinem vorigem "beruf" hat er so manches leben ausgelöscht. durch ein zeugenschutzprogramm hat er als arzt alle hände voll zu tun, doch plötzlich könnte seine tarnung auffliegen, als ein bekannter aus mafiakreisen als patient eingeliefert wird.
ein zweiter handlungsstrang erzählt von der vergangenheit, als er noch pietro hieß und warum er mafiosi wurde.
alles in allem ein gelungenes buch mit einer guten geschichte, einem arzt, bei dem man lieber kein patient sein möchte, der aber gut unterhalten hat.
Der gute Eindruck der Leseprobe wurde nicht enttäuscht.
Die Geschichte von Dr. Peter Brown besticht durch einen flüssigen Erzählstil, viel schwarzen Humor und insbesondere durch eine Hauptfigur, mit der man trotz Mafiavergangenheit sofort sympathisiert.
Besonders gut gefallen hat mir der konsequente kapitelweise Wechsel zwischen dem Geschehen in der Gegenwart, in der Pietro von seiner Vergangenheit eingeholt wird, und Rückblenden in genau diese Vergangenheit, in denen geschildert wird, wie Pietro zur Mafia und dann wieder von ihr weg gekommen ist.
Die intensive Verwendung von Fußnoten, die bei der elektronischen Leseprobe wegen der notwendigen Scrollerei noch relativ nervig war, habe ich erwartungsgemäß in der gedruckten Form nicht als störend empfunden, obwohl man über ihre Notwendigkeit diskutieren könnte.
Kritisieren könnte man noch, dass alle anderen Personen aus dem Buch relativ blass bleiben und der "Showdown" am Ende des Buches für Menschen ohne entsprechendes medizinisches Hintergrundwissen doch schwer vorstellbar ist.
Ich würde das Buch jederzeit weiterempfehlen. Insbesondere Leute mit dem entsprechenden Fachwissen dürften viel Spass an dem Buch haben.
Mir hat das Buch "Schneller als der Tod" von Josh Bazell sehr gut gefallen und es war schnell und flüssig zu lesen.
Das Buch handelt von dem ehemaligen Auftragskiller und jetzigem Arzt Pietro. Dieser arbeitet im Krankenhaus und steht vor einer schwirigen Entscheidung, als ein Mafiosi ins Krankenhaus eingeliefert wird, der Ihn noch von früher kennt.
Besonders interessant fand ich es viel über den Arbeitsalltag zu lesen, was sicherlich den Erfahrungen des Autors zu verdanken ist. Der Autort schreibt sehr humorvoll und man erfährt aber auch etwas über die Vergangenheit und die Zeit von Pietro als Auftragskiller. Besonders gut gefällt mir der Charakter von Pietro. Dieser ist wirklich sehr gut vermittelt und es macht Spass viel über Ihn zu erfahren.
Pietro Brnwa konnte dank eines Zeugenschutzprogramms aus der Mafia austreten, Medizin studieren und nun in einem Krankenhaus arbeiten. Alles scheint alltäglich, bis ein ehemaliger Mafiakiller eingeliefert wird, der Peter erkennt ...
Der Klappentext des Buchs verspricht eine Mischung aus Dr. House und Quentin Tarantino. Natürlich werden so sehr große Erwartungen geweckt - die erfüllt werden. Die Mafia-Vergangenheit von Peter Brnwa liefert den Splatter-Teil des Buchs, die Krankenhausarbeit den Part von Dr. House und diese Mischung funktioniert.
Das "Fachchinesisch" des Buchs war auch ohne Vorkenntnisse gut zu verstehen und sehr interessant. Besonders gelungen sind die Fußnoten, sie sind passend verwendet und wirklich humorvoll.
Das Buch ist thematisch sehr geladen, aber nicht überladen - der Autor hat den Spagat zwischen Klinikalltag, Mafiataten, die Vergangenheit jüdischer Großeltern und Liebesgeschichten bestens geschafft. Einziges "Manko" - die Beschreibung des Klinikalltags hat mir so gut gefallen, dass ich gern mehr davon gelesen hätte. Beim nächsten Mal würde ich auch ein reines "Krankenhausbuch" von Bazell lesen.
Die Zeichung der Figur des Dr. Peter Brown ist fantastisch gelungen. Die Vielschichtigkeit seines Charakters überzeugt - er ist weder fieser Mafiakiller, noch Gutmensch und sieht die Welt mit dem (nötigen?) Sarkasmus. Interessant dabei ist, wie Bazell die Entwicklung des Charakters skizziert - anfangs wirkt Brown nur wie ein ironischer Arzt mit wenig Lebensfreude, zum Ende hin jedoch wird deutlich, dass sein Lebensweg ihn formte und jede Eigenschaft wird nachvollziehbar und Verständlich.
Alles in allem ein fantastisches Buch, das eine völlig neue Romanidee beinhaltet - bezogen sowohl auf den Stil, als auch auf den Inhalt.
Sie mögen die Filme von Quentin Tarantino und Robert Rodriguez? Dann sollten Sie dieses Buch auf jeden Fall lesen.
Pietro Brnwa verliert als Jugendlicher seine ihn aufziehenden Großeltern und schließt sich im Laufe der Zeit der Mafia an, wo er als Killer zum Einsatz kommt. Nachdem er seinen Freund "Skinflick" unsanft aus einem Fenster im 5. Stock geworfen hat, als dieser seine Freundin ermorden ließ, wird er ins Zeugenschutzprogramm aufgenommen, wird Arzt und landet schließlich in einem ziemlich Krankenhaus mit ziemlich inkompetentem Personal. Nachdem ihn seine Widersacher doch finden (einer von ihnen wird unerwarteterweise als Patient eingeliefert) entledigt er sich ihrer und bekoomt nochmals die Chance auf einen Neuanfang im Zeugenschutzprogramm.
Der Handlungsstrang bietet an sich nicht viel Neues, jedoch macht das der Stil des Buchs mehr als wett. Gespickt mit schwärzestem Humor und Zynismus pur werden der Werdegang des Mafiakillers und ein Tag im Krankenhaus im Wechselspiel beschrieben, dass einem das Zwerchfell vor Lachen zu reissen droht. Und etwas wirklich Neues hat die Geschichte dann doch noch zu bieten: Jemanden mit einem Messer zu töten, das man sich aus seinem eigenen Knochen gefertigt hat ist wohl noch nicht dagewesen. Man merkt dem Buch die Freude am Detail an, was sich unter anderem am stilisierten Sensenmann zeigt, der am Ende eines jeden Kapitels gezeigt wird. In der Mitte des Buches tauscht er nämlich zur Effizienzsteigerung seiner Arbeit die Sense gegen ein moderneres Mähfahrzeug - welch wunderbarer kleiner Scherz!
Hoffentlich gibt es bald Josh Bazells zweiten Roman.
Piotro Brwna ist Arzt in einem New Yorker Krankenhaus, obwohl man ihn da eigentlich als Dr. Peter Brown kennt. Der Grund ist eigentlich ein einfacher. Piotro ist im Zeugenschutzprogramm, da er als ehemaliger Mafia-Killer gegen seine "Familie" ausgesagt hat. Als ehemaliger "Mobster" rettet er nun Leben. Das ist auch dringend nötig, sollte sein neuester Patient nämlich sterben, wird er verraten und das gilt es nunmal zu verhindern.
Bazell hat sich hier eines Themas angenommen, dass vielleicht von der Idee her nicht neu sein mag, mir in der Ausführung aber noch nie in die Finger gelangt ist. Mit einer riesigen Portion schwarzen Humors pfeffert er die teils eigentlich humorlosen Geschehnisse auf. Dabei ist es klar, dass keine große Lachattacke den Leser überfällt. Es ist eher die Art von Humor, bei der einem das Lachen im Halse stecken bleibt.
Sprachlich trifft Bazell dabei immer ins Schwarze. Denn durch den Mix von fachchinesisch und Straßenjargon stellt er den Charakter der Hauptfigur genial dar. Piotro ist ein einskalter Killer und dabei so erschreckend sympathisch, dass man ihn einfach mögen muss.
Einige Leser werden sich sicherlich am Stil der Fußnoten stören, da sie den Lesefluss bremsen, aber auch nicht ausgelassen werden können, da dort teilweise für das Verständnis bedeutsame Erklärungen geschrieben stehen. Es ist aber auch nicht zu empfehlen die Fußnoten auszulassen, da gerade dort oft der Witz liegt.
Leider etwas anstrengend ist der dauernde Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Zwar ist sowohl die Geschichte im Heute, als auch die Geschichte wie aus Piotro Brwna eben Dr. Peter Brown wird grundsätzlich interessant, den Lesefluss bremst es aber schon sehr. Dies wird leider dadurch verstärkt, dass gerade in der Vergangenheit auch hier und da Längen in der Story sind.
Ein solches Buch kommt ohne Gewaltdarstellungen nicht aus, dennoch sind diese meist so fachlich (medizinisch), dass man nicht von übermäßig abscheulicher Darstellung sprechen kann. Etwas übler ist leider eine Darstellung, die am Ende des Buches auftaucht (und deshalb nicht näher erläutert wird). Hier muss man schon hart im Nehmen sein, um sich von den Bildern im eigenen Kopf nicht anwiedern zu lassen.
Fazit: Bazell ist ein genialer bitterböser schwarzer Thriller gelungen, der aber sicher nicht jedermanns Sache ist. Mich hat er gefesselt. Es ist kein Gute-Laune-Buch für heitere Stunden, vielmehr pakt es den Leser an der dunkelsten Humorseite und lässt nicht mehr los. Ich habe hier ein "spitzen" Buch gelesen, dass für jeden Liebhaber des schwarzen Humors ein absolutes "must have" ist. Eine bessere (und damit Best-) Bewertung scheitert letztlich an der leichten Schwäche in der Erzählkontinuität (s.o.) und an der letzten Gewaltdarstellung, die in ihrer Art zwar nicht abwegig für die Geschichte war, die ich aber als sehr unrealistisch und vor allem unangenehm empfunden habe (und das hat was zu bedeuten). Aufgrund ihrer Stellung im Roman am Ende, lässt sie dadurch den Leser auch mit keinem überaus guten Gefühl aus der Geschichte aussteigen. Aber wie gesagt, bleibt es ein höchst lesenswertes Buch.
Noch eine Bemerkung zum Schluss: Wenn das Hörbuch (wie im Youtube-Video unter "Buch") von Christoph Maria Herbst gelesen wird, dürfte auch das ein absolut hörenswertes Werk sein. Im Video wird nämlich gerade die erste Szene dargestellt und vom Herbst auch wirklich gut gelesen.
Dieser Titel ist total passend für das Buch: "Schneller als der Tod". Die Geschichte über den ehemaligen Mafia-Killer und jetzigen Arzt Pietro ist voller Action und Spannung.
Pietro nimmt am Zeugenschutzprogramm teil und hatte so die Möglichkeit, Arzt zu werden. Der Krankenhausalltag mit Drogen und Arztfehlern, Überarbeitung und stressigen Patienten wird mit viel Humor bis hin zum Makaberen beschrieben. Doch der Super-Gau tritt ein, als ein Mafiosi eingeliefert wird, der Pietro kennt und ihm droht, ihn an die Mafia zu verraten, wenn er stirbt. Was er dann auch tut... Da kommt es dann zum Showdown im Krankenhaus, der mit viel Blut, Toten und Schmerzen endet. In Rückblenden erfährt man Einiges über Pietros Mafiazeit, seine "jüdische" Familie und seine Freundin.
Das ganze Buch ist sehr spannend und flüssig geschrieben, auch die Rückblenden stören den Erzählfluss überhaupt nicht. Der schwarze Humor ist meistens köstlich, manchmal schrammt er leicht die Grenze zum "Nicht-mehr-so-gut-Erträglichen" (z.B. die Herstellung eines "Messers" im letzten Kapitel...). Insgesamt hat mir die Schreibweise des Autors aber supergut gefallen, auch die teils schnoddrige Ausdrucksweise passt einfach perfekt zu Pietro. Ich kann dieses Buch mit bestem Gewissen weiter empfehlen!
"Schneller als der Tod" von Josh Bazell
erschienen im S. Fischer Verlag, Seitenanzahl: 300
Inhalt:
Pietro Braun, ehemaliger Mafia-Killer, arbeitet, nachdem er ein Zeugenschutzprogramm durchlaufen hat, als Arzt in einem New Yorker Krankenhaus. Zynisch und ständig unter Drogen behandelt er "à la Dr. House" die Patienten. Bis er eines Tages bei der Visite auf einen alten Bekannten der Mafia trifft und mit der Ruhe ist es vorbei.
Autor:
Josh Bazell studierte Literatur und Medizin und schreibt gerade an seinem 2. Roman. "Schneller als der Tod" entstand während seiner Arbeit in einem Krankenhaus, das dem im Buch beschriebenen keineswegs ähnelt.
Meine Meinung zu dem o. g. Buch:
Der Schreibstil beinhaltet eine einfache Ausdrucksweise, die mich manchmal doch sehr gestört hat.
Die "Sprünge" von der Gegenwart des ehemaligen Mafiakillers in die Vergangenheit mit reichlich Splatter-Elementen haben mir das Lesen einigermaßen erträglich gemacht.
Die Person des Arztes ist gut herausgearbeitet und man versteht, warum er die Geborgenheit in einer Mafia-Familie sucht.
Fazit:
Das Buch hat mir trotz der spannenden Passagen nicht zugesagt. Der einfache Schreibstil war doch zu störend. Ich hatte mir von diesem "Roman" mehr versprochen.
So funktioniert's: