Hier finden Sie alle Rezensionen zum Buch nach Erstellungsdatum sortiert.
Dem Autor Alberto Torres Blandina ist es in seinem Roman "Salvador und der Club der unerhörten Wünsche" gelungen, den Leser mit viel Witz und Humor zu unterhalten und zugleich zum Nachdenken über die großen Fragen der Welt anzustoßen.
Salvador - der gute Geist des Flughafens - ist eine anfangs etwas unscheinbar und schrullig wirkende Romanfigur, die durch ihren sehr liebevoll und offenherzig gestalteten Charakter sofort Sympathiepunkte beim Leser sammelt. Die einzelnen Geschichten, die er den Flughafenangestellten oder Passagieren zum Zeitvertreib erzählt, sind inhaltlich fesselnd und rührend zugleich. Und die Art und Weise wie Blandina mit dem personalen Erzähler arbeitet, ist für mich meisterhaft gelungen und gibt diesem Buch den nötigen Pfiff, sodass man beinahe meint, am Flughafen eine dieser Geschichten direkt von der fleißigen Reinigungskraft persönlich erzählt zu bekommen, natürlich bei einer Zigarette...
Ein Roman, der mich von Anfang an sehr gut unterhalten hat, da er mich an den richtigen Stellen zum Schmunzeln brachte, um mich kurz darauf wieder auf alltägliche Zweifel und die Suche nach dem Sinn des Lebens aufmerksam zu machen - eine raffinierte Mischung aus Leichtigkeit und Tiefgründigkeit!
...bitte entschuldigen Sie, dass ich mich erst jetzt bei Ihnen melde. Ich hatte schon vor einigen Wochen das Vergnügen Sie kennen zu lernen. Und das hat tatsächlich Vergnügen bereitet, mit Ihnen durch den Flughafen zu spazieren. Alle diese Menschen zu treffen und diese skurilen Geschichten zu hören.
Ein paar Gedankenexperimente waren dabei, die noch ein wenig nachwirkten.
Mehr Eindruck hat das Buch leider nicht auf mich gemacht.
Aber wenn ich es mir genau überlege, ist das eigentlich gar keine Schwäche. Die Geschichte des einfachen Mannes mit dem Schmunzelhumor bereitet einen angenehmen Zeitvertreib, ohne Mühe und ohne das Bedürfnis etwas verstehen zu müssen.
Urlaubslektüre für Regentage.
Und hoffentlich Senor Salvador, lassen Sie sich nicht dazu verführen noch weitere Bände mit Ihren Geschichten von unerhörten und ungehörten Wünschen zu füllen, Adios.
Die Handlung dieses Buches spielt sich auf einem Flughafen ab und die Hauptperson ist nicht etwa ein Abenteurer, ein Sicherheitsmann oder Pilot. Nein, es ist "nur" die unscheinbare Putzkraft Salvador.
Eigentlich unsichtbar fegt er sich durch die Hallen des Gebäudes und ist doch für jeden da. Das ist es was er kann und möchte - die Menschen in wundersame Geheimnisse einweihen, ihnen gedanklich und emotional auf die Sprünge helfen, sie in skurrile Welten entführen. Das macht er so meisterhaft, dass es eine Freude ist seinen Ausführungen zu folgen - mögen sie auch noch so irre sein.
Bemerkenswert finde ich, dass dieses Buch mit nur einer Stimme - nämlich der Salvadors - funktioniert. Man hat nicht das Gefühl etwas zu verpassen, auch wenn es ungesagt bleibt.
Schlussendlich würde ich dieses Buch jedem ans Herz legen, der sich entspannt warmherzigen Verrückheiten hingeben mag. Am besten während der Wartezeit auf einem japanischen Flughafen.
Salvador und der Club der unerhörten Wünsche ist die Abhandlung mehrerer, kleiner, teils in sich verzweigter Anekdoten, die alle eines gemeinsam haben: Salvador, die gute Seele des Flughafens.
Rührend nimmt er sich der Reisenden und Flughafenangestellten an - hört zu, gibt Tipps und fachsimpelt auf eine so ungewöhnlich bezaubernde Art und Weise, dass einem warm ums Herz wird. Ungewöhnlich ist, dass man einzig Salvadors Part der Dialoge zu lesen bekommt - er ist und bleibt Mittelpunkt des gesamten Buches trotz der vielen skurrilen Geschichten.
Alles in allem ein wunderbares Buch zum Träumen und Glücklichsein. Empfehlenswert für jeden, der es vermag in der Leichtigkeit des Seins einen tieferen Sinn zu vermuten.
Das Buch ist letztlich eine Art (Kurz-)Geschichtensammlung, die der kurz vor seiner Rente stehende Salvador, eine Reinigungskraft am Flughafen, in Monologform zum besten gibt.
Salvador unterhält sich einerseits mit verschiedenen Fluggästen am Gate und andererseits mit Angestellten: Lidia, der Stewardess, Señora Juana, der Frau vom Zeitungsladen, und Sara, der Bedienung in der Cafeteria. Allerdings nimmt er die Worte seiner Gesprächspartner vorweg bzw. wiederholt sie, so dass es letztlich nur er selbst ist, der spricht bzw. schreibt.
Die Geschichten setzen sich teilweise über mehrere Kapitel fort, so dass am Ende eine Art Geflecht entsteht, wobei es vor allem zwei Geschichten sind, die sich durch das gesamte Buch ziehen:
Zum einen die Geschichte seines Kollegen und Freundes Pau, der Schriftsteller ist und unter dem Namen des (am Flughafen) verstorbenen Jussi Latvala Gedichte schreibt.
Zum anderen die Geschichte von Eduardo, dem Sohn von Salvadors Nachbarin, der mit der Welt nicht klar kommt, sich seine persönliche Realität schafft und die Apokalypse eigenhändig vorziehen will.
Darüber hinaus gibt es zwei weitere Geschichten, in das Motto des Buchtitels aufgreifen:
Einerseits die Geschichte von Domingo Millón, einem Muttersöhnchen und Ewig-Junggesellen, der dem Club der unerfüllten Wünsche beitreten soll und dafür eine Frau (auf Zeit) zugesagt bekommt.
Andererseits die Geschichte von Professor Carlos Génova, der sich seinen Tod wünscht, dazu im Internet einer Gefälligkeitsbörse beitritt, allerdings vorher in Gegenleistung treten muss.
Das Buch ist sehr kurzweilig und humorvoll geschrieben, hat aber auch einen gewissen Tiefgang, wenn man ihn zulässt. Es sind viele Denkanstöße enthalten, die man sich zunutze machen kann und das gefällt mir wirklich ausgesprochen gut. Durch die recht kurzen Kapitel kann man das Buch gut in Etappen lesen, ohne den Faden zu verlieren.
Salvador ist der gute Geist des Flughafens, und die Seele dieses Buches. Der Schreibstil ist so ungewöhnlich, wie die Idee zu diesem Roman, denn den Leser erwartet hier nicht etwa eine Geschichte, sondern viele kleine Geschichten und Anekdoten, witzig und charmant, unerhört und skurril oder einfach kaum zu glauben. Erzählt werden sie von Don Salvador, der den Flughafen fegt und die Leute unterhält, den Alltag schöner macht und mit seinen Geschichten den Menschen etwas mitgibt. Wir haben teil wenn er sich mit Fluggästen, oder Juana der Kioskbesitzerin unterhält und es ist gerade so, als wäre man persönlich dort und hörte ihm zu.
Bücher, so unwahrscheinlich und komisch wie dieses, kann ich nicht lesen ohne zu schmunzeln und zu träumen.
Dieses Buch hat mich glatt umgehauen. Ich bin erst vor Kurzem dazu gekommen es zu lesen und jetzt ärgere ich mich, das ich es nicht schon viel eher geschafft habe.
Nach der Leseprobe war ich ja schon ziemlich begeistert von diesem Buch, aber jetzt nachdem ich es gelesen habe kann ich nur nochmal bestätigen, dass es wirklich super ist.
Salvador, der beim Flughafen als Reinigungskraft arbeitet (also dort fegt) unterhält sich dort mit allen möglichen Leuten, die dort vorbeikommen. Er berichtet ihnen die unglaublichsten Geschichten. Sie hören natürlich interessiert zu. Er erzählt aber nicht nur Geschichten, er gibt ihnen quasi auch Tipps oder berichtet ihnen einfach nur von seinen Erfahrungen, z.B. wenn sie sich mit einem Buch am Flughafen Luft zufächeln, gebe es Leute, die diese Geste vielleicht als Lust auf ein kleines Abenteuer deuten würden. Allgemein kann man auf jeden Fall sagen, dass Salvador sehr interessante Dinge mit den Leuten redet.
Auffallend positiv ist auch, dass das ganze Buch in der Ich-Form geschrieben ist. Aber das stört in keinster Weise. Es gelingt dem Autor trotzdem die Gespräche interessant und überzeugend rüber zu bringen, ohne direktem Dialog.
Dieses Buch wird von dem Leser aber nicht einfach nur gelesen, sondern ich denke man lernt auch etwas dazu und denkt über gewisse Dinge nach. Ich kann nur nochmal zum Abschluss sagen, dass ich von diesem Buch einfach nur begeistert bin.
cause it could come true...
Salvador arbeitet als Reinigungskraft auf einem spanischen Flughafen, beobachtet dabei die Passagiere und Arbeitskollegen und mischt sich auch schon mal gern in ihre Angelegenheiten ein.
Das Buch macht erst dann richtig Spaß, wenn man sich gerade in einem Terminal befindet und auf den nächsten Flieger wartet. Dann kann der Leser der gleichen Tätigkeit nachgehen wie Salvador - nein, nicht putzen, sondern zwischen einzelnen Absätzen immer wieder hochschauen und die Leute und das Treiben um sich herum beobachten.
Was den Club der unerhörten Wünsche anbelangt, möchte ich dem zukünftigen Leser nichts verraten, das kann er selbst auf seiner nächsten Lesereise herausfinden. Letztendlich stellt dieses Buch eine zentrale Frage - wer ist man und was für Konsequenzen nimmt man in Kauf, damit sich bisher unerfüllte Wünsche doch noch erfüllen?
Die von Blandina gewählte Erzählform ist wahrscheinlich nicht neu, aber ich habe sie bisher in keinem anderen Buch erlebt. Er zeichnet keine Dialoge auf, sondern gibt die einseitigen Beobachtungen von Salvador wider. Dadurch erzielt Blandina einen Telefon-Effekt, wo man an der einen Seite des Telefons lauscht, die Fragen, Antworten und Erzählungen der anderen Person wie in einem Puzzle zusammensetzt. In der ersten Hälfte des Buches hat mich dieser Stil fasziniert, in der Mitte so ermüdet, dass ich das Buch sogar für eine Weile beiseite legen musste. Aber dann konnte ich mich doch wieder zum Weiterlesen aufrappeln und habe es keinesfalls bereut, denn zum Ende hin nimmt die Geschichte richtig Fahrt, bzw. Höhenkilometer auf (deshalb nur 4 Sterne). Die Besserung zum Ende liegt va. daran, dass dieser einseitige Erzählstil Salvadors in den Hintergrund rückt und sich die Puzzleteile der Geschichte zusammenfügen.
Wenn ich dem Autor einen Ratschlag auf den Weg geben könnte, würde ich ihn bitten, die "ha ha" und "hi hi" bei Salvador zu vermeiden. Kein Erwachsener mit Kind und Kegel spricht so. ME kann man es besser zum Ausdruck bringen, indem man Salvador in Gedanken sagen lässt "ich konnte mir ein Lachen nicht verkneifen" oder "gab ich ihm lächelnd zu verstehen" oÄ. Bei den Hahas und Hihis wurde jedesmal mein Lesefluss unterbrochen und ich hab mich ersthaft gefragt, wieso ein 60Jähriger so spricht. Vielleicht ist es auch einfach eine Frage der Übersetzung.
Was mir noch positiv aufgefallen ist, war die Umschlagsgestaltung und das Layout. Mit dem gelben und orangenen Bildern auf dem Cover und dem elfenbeinweißen, grischligen Papier hebt es sich von den anderen Büchern in der Buchhandlung stark ab. Die Bilder an den Kapitelanfängen stimmen auf den nächsten Absatz ein.
Mein Fazit: Es ist ein gutes Buch mit ein paar kleinen Schwächen, über die man aber hinwegsehen sollte, da es sich lohnt, hinter die Geheimnisse des Clubs und die "Moral der Geschicht" zu kommen.
"Doch ist die Geschichte damit nicht etwa zu Ende. In Wahrheit ist das erst der Anfang."
Salvador ist ein Putzmann am Flughafen und steht kurz vor der Rente. Diese letzten Tage vor dem Ruhestand erleben wir als Leser mit und lernen dabei Salvador, weitere Flughafenmitarbeiter sowie unzählige Reisende und Protagonisten von Salvadors Geschichten kennen. Das ist nämlich eigentlich Salvadors Steckenpferd - das Geschichtenerzählen. Mit seinen amüsanten, nachdenklichen und fantastischen Geschichten unterhält Salvador nicht nur die Reisenden sondern auch den Leser.
Die Geschichten umfassen meistens ein Kapitel, teilweise werden die Stories nochmal aufgegriffen, was dem Buch einen Zusammenhang verleiht und dazu beiträgt, dass man nicht das Gefühl hat, nur einzelne Kurzgeschichten zu lesen.
Der Schreibstil des Autors hat mir sehr gut gefallen und auch die Übersetzung ist wirklich gut gelungen (auch wenn mir der Originaltitel noch besser gefällt). Die Sprache ist leicht verträumt und passt daher zu den Geschichten. Der Autor schreibt überzeugend und es gelingt ihm, den Leser zu fesseln, sodass man immer wissen möchte, ob die Protagonisten von Salvadors Geschichten nochmal auftauchen.
Man hat das Gefühl, Salvador spricht einen direkt an, denn der Erzählstil ist ganz anders, als man es gewohnt ist. Vielleicht könnte man es mit einem Telefongespräch vergleichen, von dem man nur den einen Teil mitbekommt, was wirklich toll gelungen ist.
Besonders spannend fand ich die Geschichte von Pau sowie die Anekdote über Japan. Das Ganze bekommt nochmal eine besondere Bedeutung, wenn man das letzte Kapitel liest und noch ein Gehmeimnis über Salvador erfährt, aber allzu viel möchte ich dann doch nicht verraten.
Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen und sollte Pflichtlektüre für Leute sein, die gerne Zeit am Flughafen verbringen, gerne reisen und sich überlegen, welche Motive diese Menschen zum Reisen bewegt, woher sie kommen und wohin sie gehen. Also eigentlich allen, die Salvador in so manchen Dingen ähnlich sind...
Club der unerhörten Geschichten.
Zu Anfang des Buches war ich sehr fasziniert.
Man muss ihn schon mögen, den Schreibstil von Alberto Torres Blandina, und ich gebe zu, ich mag ihn!
Der kauzige Putzmann Salvador hat etwas herzerfrischend sympathisches an sich, und seine Geschichten sind ein bunter Strauß von Vielfalt, mal zum Schmunzeln, mal zum nachdenken. Leicht und locker kommt es daher, dieses Buch voller kleiner Geschichten. Aber wer sich die Mühe macht, zwischen den Zeilen zu lesen wird schnell feststellen, dass dieses Buch auf den Zweiten Blick sehr viel Tiefgang hat.
Dieses Buch ist ein kleiner Schatz in jedem Bücherregal!
Salvador Fuensanta ist der gute Geist des Flughafens. Seit mehr als dreißig Jahren fegt er nun schon täglich die Böden der Abflughalle und vertreibt Reisenden das Warten, indem er ihnen Geschichten erzählt. Geschichten von all den Menschen nämlich, denen er während seiner Zeit am Flughafen bereits begegnet ist.
Da gibt es zum Beispiel Pau, seinen liebeskranken Arbeitskollegen, der einer bildschönen Mulattin, die nach einem Unfall im Flugzeug ihr Gedächtnis verloren hat, ein komplettes Leben erfindet, nur um mit ihr zusammen sein zu können. Oder Carlos Génova, einen renommierten Hochschulprofessor, der verzweifelt und paranoid in der Flughafentoilette sitzt, nachdem er sich in Texas von einer dubiosen Webseite einen Wunsch zu viel hat erfüllen lassen. Oder den Kindheitsfreund Eduardo, der nach etlichen gescheiterten Liebesbeziehungen ins Ausland reißt, um sich von nepalesischen Bauern ein Kind zu kaufen, das er ganz nach seinen Wünschen und Vorstellungen und in völliger Abgeschiedenheit von der Welt zu seinem perfekten Menschen erzieht.
All diese Geschichten erzählt Salvador den Reisenden am Flughafen und schafft es so immer wieder, sie über Abschiedsschmerz und Einsamkeit hinweg zu trösten, ihnen die Hoffnung auf ein besseres Leben zu geben und ihnen die eintönige Warterei ein wenig erträglicher zu machen.
Alberto Torres Blandina hat mit seinem ersten Roman ein kleines Meisterwerk vorgelegt, sprachlich wie inhaltlich, das in der aktuellen Unterhaltungsliteratur wohl seines Gleichen sucht. Schon mit dem allerersten Satz saugt das Buch den Leser ein, entführt ihn in eine andere Welt – in die Gedankenwelt des Salvador Fuensanta - und spuckt ihn erst dann wieder aus, wenn die Geschichte zu Ende erzählt ist. Doch wenn man eines aus dem Roman gelernt hat, dann die Tatsache, dass es eigentlich gar keine richtigen Enden gibt. Denn in Wahrheit bedeutet jedes Ende einer Geschichte zugleich immer auch den Anfang einer neuen.
Und so geht er weiter, der Traum. Der Traum vom lebenswerten Leben und der Erfüllung der geheimsten Wünsche...
Buch: Hier werden verschiedene Geschichten erzählt von lustig bis traurig ist alles vorhanden. Es sind im Prinzip Kurzgeschichten von einer Putzkraft (Salvador), an einem Flughafen und jeder wartende Passagier bekommt gewollt oder ungewollt zu seinem Reiseziel eine Geschichte dazu erzählt.
Autor: Er wurde in Valencia 1976 geboren. Ist Schriftsteller und Musiker. Salvador und der Club der unerhörten Wünsche war sein erster Roman und dafür bekam er einen Literaturpreis.
Meinung: Das Buchcover ist passend zu dem Buch gestaltet, passt perfekt von Farbe und Gestaltung. Die Geschichten sind gut zu lesen, leicht verständlich und es ist ein Buch, welches sich auch als Mitbringsel oder Geschenk gut eignet.
Fazit: Buch ist empfehlenswert ohne hohe Ansprüche und auch für Zwischendurch zum Lesen geeignet.
Normalerweise lese ich keine Bücher von Autoren, die zugleich Musiker sind, Literaturpreise einheimsen und Literatur unterrichten, aber: Nach der Lektüre dieses Buches werde ich bei meinem nächsten Aufenthalt in einem Flughafen das Geschehen sicherlich mit anderen Augen betrachten. Wird mich der Reinigungsmann mit einer Geschichte unterhalten? Fächeln sich weibliche Fluggäste mit Büchern oder Zeitschriften Luft zu? Oder interessieren sich gutaussehende fremde Frauen plötzlich intensiv für mich?
Alberto Torres Blandinas Roman hat definitiv seinen Eindruck bei mir hinterlassen. In der Figur des Reinigungsmannes Salvador werden Geschichten erzählt, wie sie fantastischer (z.B. "Japan gibt es gar nicht") und zugleich realitätsnaher (der "Club der unerhörten Wünsche" scheint manchmal wirklich zu existieren) nicht sein können. Dabei kommt auch der Humor nicht zu kurz. Dadurch, dass Salvador direkt zu seinem Gesprächspartner spricht, den man jedoch nie selber hört, hat man das Gefühl, selbst dieser Gegenüber zu sein und wird dadurch nur noch tiefer in die Traumwelt Blandinas hineingezogen.
Dieses Buch kann man jedem nur wärmstens ans Herz legen.
Meine Erwartungen an dieses Buch wurden beim Lesen übertroffen. Ich gebe zu, ich hätte es mir nie gekauft (auch nach dem Lesen der Leseprobe nicht), einfach aus der Unsicherheit heraus, was einem im Buch erwartet.
Nachdem ich das Buch durchgelesen hatte, war mir, als hätte ich mich von einem guten Bekannten getrennt.
Es ist schwierig zu beschreiben, was die Faszination des Buches ausmacht, schließlich geht es "nur" um eine Reinigungskraft, die den Fluggästen und Personal Geschichten erzählt, von denen man nicht recht weiß, ob sie wahr oder gelogen sind.
Manche Personen und Geschichten trifft man mehrmals wieder, andere nicht. Die Geschichten sind einfach phantastisch, eigentlich Märchen für Erwachsene, voller Poesie und Weisheit. Es gibt wunderschöne Liebesgeschichten, wie die handgeschriebene Nachricht am schwarzen Brett, die Männer und Frauen anspricht und sie an existierende oder verflossene Lieben erinnern.
Am Ende eines Kapitels verweilt man gern noch bei der entsprechenden Geschichte und überlegt sich, was wäre, wenn bestimmte Dinge wirklich existieren würden, z.B. der Club, in dem unbekannte Leute kleinere oder große Gefälligkeiten austauschen.
Dieses Buch ist einfach ein Schatz. Der Schutzumschlag ist traumhaft gestaltet - das raue Papier fühlt sich an wie das erfüllte und ungeschönte Leben eines Salvador und auch die Illustrationen darauf wirken etwas unbeholfen, aber dafür umso sympathischer. Nimmt man den Schutzumschlag ab, erscheint die nächste Überraschung - ein liebevoll illustrierter Buchdeckel.
Rein äußerlich hat mich das Buch so schon von Anfang an in seinen Bann gezogen. Aber auch die Geschichten, die Salvador, ein Putzmann auf dem Flughafen, erzählt, kommen von Herzen und rühren es tief im Inneren. Hier erzählt ein unbedeutend scheinender Mann so Großes.
Es werden Geschichten von einfachen Menschen erzählt, die so subtil und treffend Eigenschaften der gesamten Menschheit aufdecken. Einfach ein wundervoles Buch!
Der Klappentext und der Titel begeisterten mich schon vor der Leseprobe.
Ein Club der Unerfüllten Wünsche? Ein Arbeiter auf dem Flughafen der Menschen Geschichten erzählt um ihnen zu helfen, sie zu trösten? Das klang nach einem wundervollen Buch und erinnerte im ersten Augenblick ein wenig an "Komm, erzähl mir eine Geschichte" von Bucay.
Leider hielt das Buch zu Beginn aber nicht was es versprach. Man lernte zwar Salvador kennen, der am Flughafen arbeitete und Geschichten erzählte, aber mehr geschah nicht. Er sollte wie der Buchrücken verriet über die "Liebe, den geheimen Sehnsüchten und der Utopie eines besseren Lebens" erzählen.
Die Geschichten waren unterschiedlich zu lesen: Die eine mehr, die andere weniger interessant doch ganz klar war noch nicht zu erkennen, wie Salvador die Menschen, mit seinen Geschichten tröstete.
Es dauerte ein wenig, ungefähr bsi zur Mitte des Buches, bis wirklich Sätze fielen, die zum Nachdenken anregten und von denen man behaupten kann, dass sie - wenn auch nur im entfernten Sinne- von den geheimen Sehnsüchten eines besseren Lebens handeln.
"Wir stolpern durchs Leben, als ginge uns nichts etwas an , tun, was uns gefällt und sagen hinterher treuherzig: 'Verzeihung, war nur ein Versehen' . Das ist das schlimmste: etwas versehentlich zu tun. Ich ziehe Zyniker oder Heuchler den Gedankenlosen vor. Denn ein Zyniker weiß, wo die Grenzen sind, setzt sich aber bewusst darüber hinweg. Auch ein Heuchler kennt die Wahrheit. Und eben darum verbirgt er sie, weil er sie kennt und nicht mag. Gedankenlosigkeit aber ist die schlimmste Haltung dem Leben gegenüber. Man kann nichts ändern, wovon man nicht weiß, dass es falsch ist. Es beweist, zu was für einer Gesellschaft von Egoisten wir uns entwickelt haben, jeder ist nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht (...)", war einer der Sätze an denen ich hängen blieb und die mir gefielen, die dem Buch ein bisschen von der Tiefe gaben, die ich mir erwünscht und erhofft hatte, als ich die Leseprobe und den Titel des Buches sah.
Ich hätte mir dennoch mehr Tiefgang gewünscht, gerade wenn es um die Utopie des besseren Lebens geht. Aber vielleicht wählte der Autor das Wort "Utopie" im Zusammenhang mit "besserem Leben" absichtlich? Denn immerhin ist es eine Wunschvorstellung die zwar denkabr, aber noch nicht erfüllt worden ist...
Salvador, nicht mehr der Jüngste und verwitwet, ist der gute Geist des Flughafens.
Das Buch erzählt von Salvadors letzten Wochen vorm Ruhestand.
Seinen Lebensunterhalt verdient er als Reinigungskraft des Flughafens. Von seiner Arbeit bekommen man im Buch nicht viel mit, dafür von seiner Erzählkunst.
Salvador erzählt für sein Leben gern Geschichten. Bereits seine verstorbene Frau Leo nannte ihn liebevoll „Quasselstrippe“. Seine Zuhörer sind so verschieden wie die Geschichten selbst.
Warten Sie auf ihren Flug oder sind sie gerade angekommen?
Haben Sie etwa gewusst, dass man mit einem einzigen gelben Zettel seine Beziehung retten kann? Und wenn Sie sich auf einem Flughafen mit einer Zeitung zufächern, Sie die folgende Stunde womöglich nicht mehr alleine verbringen müssen?
Und läuft auch bei Ihnen in einem Bereich Ihres Lebens etwas nicht ganz so wie es sollte? Na dann treten Sie doch dem Club der unerhörten Wünsche bei. Sie glauben ja gar nicht wer bereits Mitglied ist.
Spielend schafft es Salvador die Menschen in ein Gespräch zu verwickeln. Und dies ist seinen Gegenübern keineswegs unangenehm. Denn Salvador ist nicht nur ein grandioser Geschichtenerzähler, er kann auch zuhören. Das muss er auch, denn wer heute einer von seinen Zuhörer ist kann morgen schon in einer von Salvadors Geschichten die Hauptrolle spielen.
Der Autor hat mit diesem Debüt ein sehr schönes und stilles Buch geschaffen. Kein Wunder also, dass er dafür 2007 den Literaturpreis Las Dos Orillas erhielt.
Und obwohl diese Art von Bücher, nicht zu meinem gewöhnlichen Beuteschema gehören, hatte ich doch einige schöne Stunden damit.
Das interessante war, dass obwohl Salvador schon in die Jahre gekommen ist, er dadurch keineswegs prüde geworden ist. So manches Mal hab ich mir beim Lesen gedacht: „Oops, meint er das jetzt ernst?“
Etwas hat mich die besserwisserische Art von Salvador gestört, die ab und an durchgeblitzt ist.
....da musste ich schon das erste mal vor mich hingrinsen.......
....und so gings dann auch gerade weiter.
Salvator erzählt uns nette unterhaltsame, teilweise auch sehr skurile Geschichten aus seinem Alltag im Flughafen.* Ich werde mich hüten, jemals wieder mein Buch als Fächer zu benutzen, solange ich mich in einem Flughafen befinde, aber ich werde meine Mitmenschen ab sofort noch genauer beobachten
*
Schöne Idee einer guten Seele im Flughafen. Als Passagier wünscht man sich, direkt mal auf so einen Salvador zu treffen.......und die Wartezeit vergeht im Nu.
Dieses Büchlein ist mehr als lesenswert und ich werde es mit Sicherheit irgendwann an Reisende verschenken, um ihnen die Wartezeit im Terminal zu "versüßen".
Nettes gelungenes und treffendes Cover......
Zum Inhalt: Salvador ist ein für die Reinigung zuständiger Mitarbeiter des Flughafens und steht kurz vor seiner Rente. In den Pausen, die er sich von der Arbeit gönnt ("dann putze ich eben gleich etwas schneller"), unterhält er Passagiere und andere Angestellte mit einer Vielzahl von Geschichten.
Zur Aufmachung: Sehr schön illustriert! Nicht nur der Titel ist liebevoll gestaltet, auch die einzelnen Kapitel erhalten kleine Eingangszeichungen, die den Zusammenhang zwischen Teilerzählungen herstellen.
Mein Eindruck: Ein wahres Kleinod. Ich habe jede einzelne der Geschichten genossen, obwohl einige schon große Tendenzen ins Frivole aufweisen. Aber ähnlich wie seine Kollegen und die Passagiere konnte ich Salvador dank seines Charmes dieses nicht übelnehmen. Ganz im Gegenteil: Genau wie seine Zuhörer ihn zu einer Fortsetzung seiner Geschichten drängten, freute ich mich, wenn ein Ende hier nicht das Aus dort bedeutete. So wurden einige Erzählungen später im Buch fortgeführt, wenn Salvador einen Anknüpfungspunkt fand. Von großer erzählerischer Kunst zeugt auch das Ende des Buchs: Da Leser und Zuhörer die Pensionierung Salvadors bedauern, greift Alberto Torres Blandina auf die Hilfe der Flughafenleitung zurück, um dessen Fans nicht zu enttäuschen. Ganz nebenbei werden dabei einige der in den Ur-Fassungen der Geschichten enthaltenen Männerphantasien glattgebügelt.
Mein Fazit: Skurrile Figuren, Phantasie in der Entwicklung der Geschichte - jedes einzelne Teilstück ist gut durchdacht und schlüssig, wenn auch teilweise ziemlich abgedreht. Kein Wunder, dass nicht nur Salvador einen würdigen Nachfolger gefunden hat, - Blandinas folgende Werke wurden ausgezeichnet. Wenn sie die Güte von "Salvador und der Club der unerhörten Wünsche" erreichen, völlig zu recht.
"Würden Sie mal kurz die Füße heben, damit ich hier kehren kann?" Selten hat mich bereits der erste Satz von der Qualität eines gesamten Buches überzeugt. Es kitzelt in den Zehen, man möchte die Beine tatsächlich in die Luft strecken - und befindet sich sogleich mitten in der Geschichte, auf einem Flughafen, wo wildes Treiben herrscht, ein ständiges Kommen und Gehen. In diesem Gewühl und Getümmel trifft man auf die einzige Konstante, den Ruhepol des Flughafens: Salvador Fuensanta.
Salvador ist ein Erzähler, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: Den Leser erwartet ein einziger Dialog in wörtlicher Rede, von dem aber nur die Worte des alten Putzmannes verfolgt werden können. Dies mag anfangs etwas ungewohnt sein, jedoch schlüpft man schnell in die Rolle der wartenden Fluggäste, die sich von Salvadors Geschichten verzaubern lassen, die so fesselnd und faszinierend sind, dass man sie am liebsten glauben würde. Dabei entpuppt sich die Reinigungskraft als eine sehr kluge und belesene Figur, die für die Reisenden oft wertvolle Ratschäge und kleine Weisheiten parat hat ("Auszeiten sind wichtig im Leben, zum Nachdenken, Lesen, oder um mit fremden Leuten über das Wetter zu reden. Vor lauter Stress vergessen wir, ein paar Minuten dem Nichtstun zu widmen. Es wäre schon eigenartig, wenn man in seinen Kalender schriebe Dienstag 15 bis 16 Uhr: nichts tun."). Salvador hat Freude an seinem Beruf und strahlt, obwohl er schon einige Verluste in seinem Leben verbüßen musste, einen unermüdlichen Optimismus aus. Je mehr man von seinen Geschichten liest, desto wahrscheinlicher kommt es einem vor, dass die Welt genau so ist, wie er sie sieht. Plötzlich erscheint es auch seltsam, dass sich in anderen Büchern die Seitenzahlen unten befinden - gehören sie doch wie bei "Salvador und der Club der unerhörten Wünsche" an die Seitenränder.
Das Romandebüt von Alberto Torres Blandina ist ein wahrer literarischer Leckerbissen. Man kann ihn verschlingen, oder in kleinen Häppchen zu sich nehmen. In jedem Fall ist es ein wahrer Genuss!
Salvator arbeitet am Flughafen. Eigentlich ist er dort für die Sauberkeit zuständig, doch das ist nur der Schein. Salvator bestärkt Fluggäste, tröstet Wartende und motiviert Mitarbeiter. Salvator ist ein Geschichtenerzähler. Er nimmt mehr wahr als andere und verkürzt Wartenden die Zeit.
Der Schreibstil des Autors ist sehr erfrischend, wenn auch ungewöhnlich. Wir als Leser erleben nur das was Salvator erzählt und sagt, alles andere bleibt uns verborgen, außer er gibt es in indirekter Rede wieder. Somit konzentriert sich das Buch auf die eine Person und erzählt doch viele Geschichten.
Zur Person erfahren wir die Flirt- und Annäherungsversuche Salvators an die Kioskbesitzerin und sonst ein bisschen von seinem Neffen, der nach Indien geht. Weiter recht wenig zu ihm, aber umso spannendere Geschichten. Gefesselt hat mich vor allem die des "Clubs der unerhörten Wünsche", welcher ja auch titelgebend ist. Egal was man möchte, alles - wirklich alles - wird erfüllt und nach Ablauf der Frist von 5 Jahren ist es weg, so vielleicht auch die Frau, die man sich wünschte. Aber der Club beschehrt einem bei Wunsch dann natürlich auch die Nächste.
Dieses ist die perfekte Urlaubslektüre vorallem für Flugreisende, wenn die Aschewolke des Vulkans längere Wartezeiten anberaumt, versüßt sie einem dieses Buch und man sieht die anderen Passagiere mit anderen Augen!
Unerhoerte Wuensche? Mein Wunsch ist erfüllt worden! Ich halte den ersten Roman des Schriftstellers Alberto Torres Blandina "Salvador und der Club der unerhörten Wünsche" in meinen Händen. Es ist ein bis ins kleinste Detail liebevoll gestaltetes Buch über 220 Seiten. Die Schrift, die Farbe, das Papier, die besondere Anordnung der Seitenzahlen, das Lesezeichen und die Coverzeichnung - Salvador, der Ruhe und einen gewissen Zauber ausstrahlt und ein Flugzeug, das Fernweh weckt - machen das Werk zu etwas Besonderem.
Gut eingestimmt, beginne ich zu lesen und eine gewisse Begeisterung hat mich schon nach wenigen Seiten erfaßt. Die Erzählung ist in einer sehr angenehmen anspruchsvollen Wortwahl gehalten.
Alberto Torres Blandina hat mit seiner Hauptfigur Salvador einen liebenswerten, fröhlichen und klugen Philosophen mit einem gütigen Herzen geschaffen, den man gerne zum Freund oder Berater hätte. Salvador erzählt seine Erlebnisse in kleinen lustigen oder spannenden aber immer zum Nachdenken anregenden Fortsetzungsgeschichten, die gespickt sind mit brauchbaren Lebensweisheiten. Er besitzt eine gute Beobachtungsgabe und viel Feingefühl und ein wichtiger Lebensgedanke prägt seine Einstellung ! "Wenn wir in die Köpfe anderer Menschen schlüpfen könnten, wären wir überrascht, wie wenig anders es dort ist. Erkenne dich selbst, und du kennst alle anderen" (Seite 8).
Alberto Torres Blandina ist mit seinem Erstlingswerk ein hervorragender humorvoller und geistreicher Roman gelungen. Herzlichen Glückwunsch! Ich freue mich auf weitere Romane.
Fazit: SEHR LESENSWERT.
Dieses Buch macht Lust aufs Fliegen!
Bereits nach der Leseprobe wußte ich, dass mir dieses Buch gefallen wird!
Der auf dem Flughafen arbeitende Salvador erzählt von seinem Leben auf dem Flughafen, über Irrungen, Wirrungen und über die Gespräche dort. Der Schreibstil ist flüssig und leicht. Die Kapitel sind auch mit Abstand gut zu lesen, da es sich mehr oder weniger um einzelne Geschichten handelt.
Salvador an sich muss ein toller Mensch sein: nett, zuvorkommend und ruhig! Dabei schreibt er auch witzig und amüsant!
Nach dem Lesen des Buches, bleiben einige Fragen offen, über die im dem Buch geschrieben wurde: gibt es neue Länder...
Nach diesesm Buch stelle ich mir die Arbeit als Reinigungskraft auf dem Flughafen viel schöner vor.
Dieses Buch ist - gerade für den Urlaub - aber auch sonst, immer zu empfehlen!
Dieses Buch ist spitze! Es ist einfach zu lesen und herrlich amüsant! Es versüßt einem langweilige Stunden ohne allzuviel Nachdenken zu müssen.
Salvador arbeitet als Chef einer Putzkolonne in einem Flughafen. Er erfährt dort die skurilsten Geschichten, die er auch gerne und überall weitererzählt und somit den Passagieren die Wartezeit verkürzt. Manche dieser geschichten bringen einen zum Lachen, regen zum Nachdenken an, stimmen traurig, sind glaubhaft oder einfach nur fantastisch.
Ich habe dieses Buch enfach nur supergerne gelesen und würde mich über eine Fortsetzung freuen. Mehr Rezension möchte ich über diese Buch nicht schreiben, da man diese Geschichen selber lesen MUSS!!!
Nach dem Lesen des Romans mit seinen vielen skurillen Episoden fällt mir spontan ein Begriff ein: bezaubernd!
Salvador ist die gute Seele an einem spanischen Flughafen. Seit nunmehr dreißig Jahren kehrt er dort nicht nur den Boden, sondern trägt allerhand Geschichten von Unterhaltungswert, die ihm im Laufe der Jahre dort zugetragen worden sind, zusammen. Ob Flughafenangestellte oder Reisende, Salvador versteht es gekonnt, sie mit seinen kurzweiligen Stories zu erheitern und zu unterhalten. Sie handeln von fremden Zielorten und absonderlichen Geschehnissen. Es gäbe wohl nichts, wozu Salvador nicht eine passende Begebenheit zu erzählen hätte - seine Ausschweifungen grenzen gelegentlich ans Phantastische und ironisch Ausgefallene. Haben Sie denn schon gehört, dass Japan eigentlich nicht existiert oder dass ein spanischer Mann sich als finnischer Dichter ausgibt und seinen Tod inszeniert, da dies eher Kultstatuspotenzial hat? Sie sollten auch nicht unbedingt am Flughafen, sich mit ihrer Lektüre Luft zu fächeln. Man könnte es als Einladung für ein kurzes Abenteuer deuten.
Vermutet man noch bei den ersten Episoden, dass sie für sich stehen, stellt man beim Weiterlesen fest, dass die Geschichten in kleinen Nebenbemerkungen weitererzählt werden. Albert Torres Blandina lässt seinen Protagonisten in der Ich-Form erzählen und verzichtet komplett auf Dialoge. Seine Hauptfigur spricht und antwortet für alle anderen. Und es funktioniert einwandfrei und überzeugt. Der Wunsch nach literarischer Freiheit und Originalität erweist sich in den "wohl teils erfunden" Geschichten Salvadors und wird zum Ende ad absurdum geführt. Ich habe bei dem Buch oft geschmunzelt, gelächelt und auch nachgedacht. Wer schon als Kind nie genug davon bekommen konnte, abends Geschichten zu hören, wird sich wohl nach dem Lesen dieses Romans demnächst am Flughafen genauer die Reinigungskräfte anschauen.
Sehr empfehlenswert.
Salvador und der Club der unerhörten Wünsche ist ein Buch das von allen möglichen Geschichten aus der ganzen Welt erzählt. Das Buch schreibt von einem Mann namens Salvador der als Putzhilfe am Flughafen angestellt ist, also er kehrt den ganzen Tag den Flughafen sauber und unterhält die wartenden Fluggäste mit seinen Geschichten. Er nimmt sich immer die Zeit für die wartenden Leute und unterhält sie mit Geschichten von den Städtchen wo sie hinfliegen oder mit Geschichten aus dem wahren Leben. Man erfährt zum Beispiel auch warum es besser ist an einem Flughafen nicht mit der Zeitung zu wedeln. Eine konkrete Geschichte möchte ich euch aber nicht erzählen, da ich evtl. dann zu viel vom Buch verraten werde. Das Buch ist teilweise witzig und charmant geschrieben und genau deswegen ist es wahrscheinlich auch eine perfekte Urlaubslektüre für Reisende.
Ich selbst war von dem ersten Leseeindruck den man bei Vorablesen gewinnen konnte total begeistert, aber jetzt nachdem ich das komplette Buch gelesen habe, hab ich meine Meinung geändert. Mich hat das Buch nicht wirklich in seinen Bann gezogen, deswegen hab ich wahrscheinlich auch sooooo lange dafür gebraucht um es zu beenden. Ich denke, dass es mit Sicherheit anderen Leuten gut gefällt Geschichten aus der ganzen Welt zu lesen (anfangs dachte ich dass es mich auch interessieren würde). Jedoch empfand ich das ganze Buch als sehr langatmig geschrieben und ich selbst konnte mich nur schwer dafür begeistern.
Ein Buch das berührt, ein Buch das fesselt, Geschichten die unter die Haut gehen und Charaktere, in denen man sich wieder finden kann.
Wir öffnen das Buch wie eine Tür zur Flughafenhalle. Ohne es zu merken befinden wir uns unter Menschen die wir nicht kennen, aber die wir verstehen, dabei hilft uns Salvador. Immer ein offenes Ohr, für jede Lebenslage den passenden Tipp.
Eigentlich ist Salvador eine Reinignungskraft am Flughafen, doch findet er seine Berufung darin den wartenden Gästen die Zeit damit zu verkürzen, gehörtes und erfahrenes weiter zu geben Er beobachtet, interagiert und findet immer die passenden Worte, Geschichten, Erlebnisse zu den Flugzielen der Menschen, mit denen er ins Gespräch kommt. Die Geschichten sind mal fantastisch, dann wieder traurig, oft lustig oder auch philosophisch. Er lässt dabei genau das richtige Maß an Spielraum um sich die eigenen Schlüsse daraus zu ziehen, in wie weit einem selbst die Geschichte oder das Erlebnis weiter helfen kann, ohne dabei aufdringlich zu wirken. Hat man einmal ein Gespräch mit Salvador begonnen, meint man selber ein offenes Buch zu sein, das er schon viele male gelesen hat.
Es ist ein Geschenk, dieses Buch zu lesen.
Die Illustrierungen sind angenehm schlicht, der Schreibstil ist gut zu verfolgen und mann kann sich fallen lassen.
Alberto Torres Blandina hat etwas geschaffen, das von dauer ist, Lebendige Geschichten, einen Mann, der uns nah ist und den wir so schnell nicht vergessen.
Das Buch ist ein kleiner Schatz. Schon das Äussere gefällt mir so gut, dass ich es nicht über mich brachte, das Buch auf meinen täglichen Pendlerfahrten einzupacken, obwohl es sich inhaltlich perfekt zur Einstimmung auf einen neuen Tag eignet.
So hab ich nun halt jeden Abend 2-3 Geschichten gelesen. Auch dafür eignet sich das Buch wunderbar: ein melancholisch-nachdenklicher Ausklang des Tages und trotzdem voller Witz und Lebensfreude.
Der Leser wird von Salvador angesprochen. Der Beginn jeder Geschichte ist eine alltägliche Situation und plötzlich, ohne recht zu wissen wie einem geschieht, findet man sich in einer Fantasiewelt wieder. Obwohl, wer weiss, vielleicht ist die Gefälligkeitenbörse im Internet ja gar nicht so abwegig, und der Flughafenpakt könnte spätestens wenn dieses Buch Verbreitung findet zur Realität werden... 
Die Geschichten scheinen im ersten Moment lose und ohne zusammenhang, wobei bei genauerer Betrachtung immer mal wieder die eine Anspielung und Querverbindung auftaucht. Dank den kleinen Zeichnungen zu Beginn jedes Kapitels findet man auch die Fortsetzung einer abrupt beendeten Geschichte sofort und kann gegebenenfalls auch mal innerhalb des Buches vor und zurück springen.
Das letzte Kapitel sollte man aber auf keinen Fall vor den anderen lesen. Das ist der krönenden und würdige Abschluss und die perfekte Abrundung, die das Buch zu einem wahren kleinen Schatz macht. Mehr kann beim besten Willen nicht verraten werden, da sonst die magische Aura des Buches zerstört würde...
Mein Tipp: Nehmen Sie das Buch auf Ihre nächste Reise mit, keine Wartezeit wird Sie stressen, und falls Ihr Sitznachbar sich fragt, weshalb sie so zufrieden vor sich hin Grinsen, schenken Sie ihm das Buch und kaufen Sie sich im Buchladen am Flughafen ein neues.
In „Salvador und der Club der unerhörten Wünsche“ von Alberto Torres Blandina erzählt Salvador, der „gute Geist des Flughafens“ von gestrandeten Passagieren, Auswanderern mit viel Gerechtigkeitssinn und von einem Club, der die unerhörtesten Wünsche erfüllt (u.a.). Mit seinen Geschichten vertreibt er den Reisenden die Wartezeit, spendet dem einen oder anderen Trost und versetzt sie in Erstaunen.
Salvador, der jahrzehntelang täglich die Eingangshalle des Flughafens fegt, ist als Charakter wirklich interessant und unterhaltsam beschrieben. Seine offene, schwatzhafte und charmante Art war mir gut vorstellbar, obwohl er mich auf die Dauer, hätte er mir gegenüber gestanden, genervt hätte. Es war gewöhnungsbedürftig, seinem dauernden Monolog zu folgen, der von der einen zur nächsten Geschichte führte und kein Ende zu nehmen schien.
Er erzählt den Reisenden, Japan gebe es nicht wirklich, erzählt von den schönsten Liebesgeschichten und von Domingo Millon, der eine Traumfrau auf dem „Tablett serviert bekommt“ als Geschenk des „Clubs der unerhörten Wünsche“... Er belustigt die Reisenden mit der Geschichte über einen auf dem Flughafen geltenden „Buch-/Zeitungswedel Code“, der eine Verabredung eines/r männlichen und weiblichen Reisenden auf der Toilette sei.
Alles in allem sind Salvadors Geschichten ziemlich absurd und verrückt. Mit der Realität haben sie kaum etwas zu tun.
Zwischendurch findet die ein oder andere Lebensweisheit Platz in seinen Geschichten. So verrät er einem Zuhörer z.B.: „Auszeiten sind wichtig im Leben, zum Nachdenken, Lesen, oder um mit fremden Leuten über das Wetter zu reden. Vor lauter Stress vergessen wir, ein paar Minuten dem Nichtstun zu widmen. ... Die Busfahrt ist meine tägliche Auszeit. Eine unweigerlich verlorene und somit gewonnene Stunde, diesem rasanten Lebensstil abgetrotzt, der uns keine Atempause gönnt....“ (S.40/41)
Der Titel des Buches ist etwas unpassend im Bezug auf den Club der unerhörten Wünsche gewählt. Die Geschichte über diesen besonderen Club ist nämlich auch nur eine von mehreren Geschichten, die meiner Meinung nach keine größere Rolle spielt. Die Bilder im Buch sind teilweise aussagekräftig und fördern ein Zuordnen von neuen Geschichtenteilen zu bereits erzählten Geschichtenteilen. Jedoch finde ich, dass die Gestaltung des Covers wenig aussagekräftig bezogen auf die Geschichte ist.
Die einfache und gut verständliche Sprache macht das Buch zu einer netten, kurzweiligen Lektüre mit wenig Tiefgang.
So funktioniert's: